Wittingen: Klinik-Investitionen konterkarieren Schließungs-Gerüchte

Schmerztherapie ab Juni

+
Ab Anfang Juni soll es im Wittinger Krankenhaus Schmerztherapie geben.

Wittingen. Die Realisierung hat ein wenig länger gedauert als zunächst angekündigt – doch nun soll die Schmerzklinik im Wittinger Krankenhaus Wirklichkeit werden. Die offizielle Eröffnung ist für den 31. Mai vorgesehen.

Das Krankenhaus hatte die Einrichtung der Schmerzklinik im letzten Sommer für den Herbst 2012 angekündigt. Dann kamen organisatorische Verzögerungen, dann wurde zwischenzeitlich Januar daraus – und nun soll es wirklich losgehen.

Die Schmerzklinik soll die bisherigen Angebote nicht ersetzen, sondern einen Zusatznutzen schaffen. Patienten mit chronischen Schmerzen sollen im ersten Stockwerk des Hauses in den freigewordenen Räumen der Geburtshilfe behandelt werden und dadurch zu mehr Lebensqualität finden.

Die Nachricht von der Eröffnung der Schmerzklinik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem es – mal wieder – Schließungsgerüchte über das Krankenhaus gibt. Geschäftsführer Franz Caesar weist sie zurück: „Da ist nichts dran. Wir haben keine Bestrebungen, das Haus zu schließen.“ Das werde auch an den Investitionen für die Abteilung mit Schmerztherapie deutlich.

Dass es Gerüchte dieser Art gibt, damit hat sich Caesar abgefunden. Kleine Häuser hätten es nun einmal in wirtschaftlicher Hinsicht nicht leicht, das sei offenbar immer wieder Anlass für Mutmaßungen. In der Tat: Seit die Rhön-Kliniken vor knapp sechs Jahren rund 13 Millionen Euro in Wittingen investiert haben, ging kaum ein Jahr ohne Schließungsmeldungen vom Stammtisch ins Land.

Dieses Mal ist die Rede davon, dass das hauseigene Labor geschlossen wird. Caesar sagt dazu, dass die Laborversorgung des Wittinger Krankenhauses aufrecht erhalten werde, und dass die Einrichtung darauf auch nicht verzichten könne.

Ein weiteres „Indiz“ sollen geplante Änderungen beim Rettungsdienst sein, etwa eine Aufstockung der Rettungswagen-Flotte, um bei einem Wegfall des Wittinger Krankenhauses den Nordkreis besser bedienen zu können. Doch beim Landkreis, der Träger des Rettungsdienstes ist, weiß man davon gar nichts. „Totaler Quatsch“, kommentierte Kreisrätin Evelin Wißmann gestern entsprechende Mutmaßungen. Auch beim DRK, das die Rettungswache in Knesebeck betreibt, hat man von solchen angeblichen Vorhaben keine Kenntnis, im Wittinger Rathaus ebenfalls nicht.

Von Holger Boden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare