Wittinger Wirtschaftsausschuss will Abriss der baulichen Anlagen auf dem OHE-Gelände

Schluss mit Schienen und Schuppen

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Zum Teil sind Schienen schon entfernt worden – nun soll das ehemalige OHE-Areal komplett vom Alteisen befreit werden.

Wittingen. Die Schienen und Schuppen auf dem ehemaligen OHE-Gelände in Wittingen sollen bald Geschichte sein – das zumindest will der Wirtschaftsausschuss, der sich einstimmig dafür ausgesprochen hat, dass die „baulichen Anlagen“ und die Gleise auf dem Areal entfernt werden sollen.

Nicht davon betroffen ist das alte OHE-Gebäude: Das soll für eine knappe halbe Million Euro saniert werden und künftig vielleicht die Wittinger Bahnhofstoiletten beherbergen.

Wann die Schienen weichen werden, ist noch offen – die Stadt will das aber nicht auf die lange Bank schieben: „Wir wollen es möglichst schnell machen“, sagt Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse. Es sei angestrebt, das Ganze noch dieses Jahr über die Bühne zu bekommen. Zuvor müsse allerdings eine Bestandsaufnahme gemacht werden, damit die nötigen Leistungen ausgeschrieben werden können. Darüber hinaus seien die rechtlichen Fragen der Entsorgung zu klären.

Etwaige Nutzungen der Schuppen sind kein Hindernis mehr – die Mietverträge mit Vereinen und anderen Nutzern seien bei der Übertragung des Geländes von der OHE an die Stadt aufgelöst worden, erläutert Kruse. Das Areal war im Zuge eines Kompensationsgeschäftes an die Kommune gegangen, nachdem die Stadt sich finanziell bei der Verknüpfung von DB- und OHE-Gleis im Wittinger Bahnhofsbereich engagiert hatte.

Was aus dem OHE-Gelände wird, ist noch nicht geklärt. Der Politik schwebte bislang vor, dort Grundstücke für Unternehmen anzubieten. Ein Planungsbüro soll nun nach dem Willen des Wirtschaftsausschusses ein Entwicklungskonzept erarbeiten.

Für das OHE-Gebäude ist vorgesehen, im Erdgeschoss ein Bahnhofs-WC einzurichten, dazu auch Aufenthaltsmöglichkeiten für Fahrgäste. Aus dem Arbeitskreis OHE-Fläche kommt zudem die Überlegung, im Erdgeschoss vielleicht weitere öffentliche Nutzungen (Kindergarten, Jugendzentrum) anzusiedeln. Spruchreif ist davon aber noch nichts. Bei der Sanierung des Hauses, für die 514 000 Euro veranschlagt werden, hofft die Stadt auf einen zehnprozentigen Zuschuss nach dem kommunalen Investitionsfördergesetz. Geprüft werden soll auch, ob über das Leader-Programm weitere Gelder fließen könnten.

Von Holger Boden

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