Weil die Landkreis-Verwaltung anderen Maßstab ansetzt, könnte die K 17 bei Lüben saniert werden

Schlechter Zustand hat Priorität

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Die Kreisstraße bei Lüben ist nicht in dem besten Zustand. Die Lücke in der Fahrbahnmitte ist meterlang und einige Zentimeter breit. Und der Seitenrand ist unbefestigt. Unter kleinen Steinchen und Gras liegen Kopfsteinpflasterreste.

Landkreis Gifhorn/Lüben. Bei gemächlicher Fahrt wiegt das Auto hin und her. Die mehrere Zentimeter breiten und meterlangen Lücken in der obersten Schicht fallen sofort auf.

Und der Fahrbahnrand – bestehend aus Kopfsteinpflastersteinen – ist auch schon sichtbar in die Jahre gekommen. Ohne Frage: Die K 17 nach Lüben gehört nicht zu den besten Straßen im Landkreis Gifhorn.

Landrat Andreas Ebel.

Das könnte sich aber bald ändern. Die Kreisstraße von Stöcken nach Lüben soll zu den zehn Verbindungen gehören, die auf einer vorläufigen Prioritätenliste der Gifhorner Verwaltung steht. Nachdem der Kreistag im März der Sanierung der Kreisstraßen zugestimmt hatte, wurde von den Landkreis-Mitarbeitern – wenn auch noch nicht abschließend – eine Rangfolge erstellt. Diese wird am Dienstag, 18. Oktober, im Kreistag diskutiert und soll nach Beratungen in den Ausschüssen im Dezember in den Haushalt für 2017 aufgenommen werden.

Bereits feststeht, dass der Landkreis in den nächsten vier Jahren 16 Millionen Euro für die Sanierung der Kreisstraßen bereitstellen wird. Das hatte der Kreistag auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen. In den jährlichen Paketen von vier Millionen Euro, die von 2017 bis 2020 in den Haushalt aufgenommen werden, sind auch Gelder für Radwege und Großgeräte enthalten.

Dass die K 17 in der Prioritätenliste auftauchen soll, ist auf den ersten Blick überraschend. Schließlich ist die Verbindung eine eher wenig befahrenen Straße. Aber gerade diese Wege, so erläutert Landrat Andreas Ebel, sollen nun in den Fokus rücken.

Bei Straßen, die ein hohes Verkehrsaufkommen aufweisen, sei es leichter, eine Sanierung erreichen zu können. Bei der K 17 scheint nun die Verwaltung den Fokus gesetzt zu haben. „Die Kreisstraßenmeistereien bewerten regelmäßig den Zustand der Kreisstraßen. Mit den bereitgestellten Mitteln werden die aus fachlichen Gesichtspunkten am schlechtesten bewerteten Kreisstraßen zuerst saniert“, sagte Ebel auf Anfrage des IK.

Ob die K 17 zwischen Stöcken und Lüben tatsächlich auf der Prioritätenliste des Landkreises auftaucht, wird Mitte Oktober geklärt.

Von Matthias Jansen

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