Bund investiert 2,1 Millionen Euro

Der Schlamm von 40 Jahren: Ausbaggerungen im Elbe-Seitenkanal

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Immer wieder spritzt das Kanalwasser, wenn die Fünf-Kubikmeterschaufel des Baggerschiffs eintaucht, um in der Wendeschleife am Wittinger Hafen insgesamt 4500 Tonnen Schlamm auszubaggern.

Wittingen/Landkreis Uelzen. Mit schwerem Gerät wird seit gestern im Wittinger Hafenbecken manövriert.

Rund 4 500 Tonnen Schlamm sollen dort aus der Wendeschleife gebaggert werden, um die Soll-Tiefe von etwa vier Metern wiederherzustellen, berichtet Rainer Wessels von der ausführenden Firma Hülskens Wasserbau. Rund ein Meter Bio-Sedimente – beispielsweise Laub –, die sich am Boden des Elbeseitenkanals abgelagert haben, müssen dafür mithilfe eines Baggerschiffs entfernt werden.

Die Entschlammung der Wendeschleife im Wittinger Hafen ist dabei nur ein Teil einer weitaus größeren Gesamtmaßnahme, erklärt das Wasserschifffahrtsamt Uelzen. Der Bund lässt sich die Arbeiten an vier Baggerstellen in Wittingen, an der Uelzener Schleuse, im Betriebshafen Uelzen und an der Wendestelle in Bad Bevensen 2,1 Millionen Euro kosten. Hinzu kommen 700 000 Euro, die der Landkreis Uelzen, der ursprünglich sogar 1,2 Millionen einkalkuliert hatte, investiert. Der Stadt Wittingen und dem Landkreis Gifhorn entstehen hingegen keine Kosten, da sich die Baggerstelle im Wittinger Hafen ausschließlich auf dem Gebiet der Bundeswasserstraße befindet, informiert das Wasserschifffahrtsamt.

Nötig geworden waren die Entschlammungen, weil an den betroffenen Stellen vollbeladene Schiffe Probleme mit ihrem Tiefgang bekommen könnten, erklärt Wessels. Die Ablagerungen am Kanalboden seien normal, in Anbetracht der Tatsache, dass seit Fertigstellung des Elbeseitenkanals 1975 keine Ausbaggerungen an diesen Stellen stattgefunden hätten.

Der ausgebaggerte Schlamm wird direkt vor Ort in Schiffe gefüllt und an den Niederrhein gebracht, wo er schließlich endgelagert wird. Insgesamt handelt es sich um eine Gesamtmasse von rund 100 000 Tonnen Schlamm, die an allen Baggerstellen zusammenkommt, berichtet Wessels.

Von Steffen Schmidt

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