Freischneiden der OHE-Trasse: Karl-Heinz Adam sucht Mitstreiter

Ran an den Schienenwald

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Karl-Heinz Adam – auf dem Bild mit Bürgermeister Matthias Rönneberg – ist sehr an einer Nachnutzung der ehemaligen OHE-Trasse interessiert. Nun sucht er Mitstreiter, die Trasse vom Grün zu befreien.

Wittingen. Der Kauf der alten OHE-Trasse von Wittingen bis Radenbeck durch die Stadt Wittingen ist beschlossene Sache, nach IK-Informationen sollen in diesen Wochen die letzten Formalitäten geklärt werden.

2018 wird damit das Jahr, in dem auch in Sachen Nachnutzung vielleicht Fortschritte zu erwarten sind.

Ein Bürger, der sich dafür besonders interessiert, ist Karl-Heinz Adam von den Wittinger Draisinenfreunden. Die Ideen sind bekannt, bei Draisinentagen sind Adams nach dänischem Vorbild selbstgebaute Draisinen schon zum Einsatz gekommen (das IK berichtete). Gegen diese touristische Nutzung gibt es aber auch Vorbehalte. Manchem schwebt ein Radweg auf dem alten Schienenstrang vor, und mancher in der Politik soll eher damit liebäugeln, die Trasse an Landwirte weiterzuverkaufen, die ihre Flächen damit arrondieren wollen.

Adam selbst klebt nicht an der Draisinen-Idee, er ist auch offen für einen Radweg, wie er im Gespräch mit dem IK sagt. Aus dem Wittinger Ortsrat kam bekanntlich der Vorschlag, auf der Trasse, aber neben den Schienen behelfsmäßig eine Strecke für Radfahrer einzurichten – und so in Verbindung mit ein paar Wirtschaftswegen kostengünstig einen Radweg von Wittingen nach Kakerbeck zu schaffen. Thomas Lemke (Grüne) hatte die Idee eingebracht, im Ortsrat fand das breite Zustimmung.

Eine Voraussetzung dafür wäre: Die Schienenstrecke muss von der reichhaltigen Vegetation eines guten Jahrzehnts befreit werden. Adam hat damit im letzten Jahr schon angefangen- und hofft nun, bis Ende Februar noch Mitstreiter zu finden, die beim weiteren Freischneiden helfen.

Wer beim Befreien der Bahntrasse von Sträuchern mit von der Partie sein will, der kann das an zwei Terminen tun: am morgigen Sonnabend, 17. Februar, oder am Sonnabend, 24. Februar, jeweils ab 9 Uhr am Südbahnhof. Für Getränke soll gesorgt sein.

Von Holger Boden

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