Wolf soll dennoch am Wittinger Ortsrand aktiv gewesen sein

DNA-Analyse nach Vorfällen an Stackmanns Teichen: Schafe von Hund gerissen

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Acht Lämmer hat der Wittinger Hobbyzüchter Winfried Henne im Winter verloren – für einen Wolf als „Täter“ gibt es nach einer DNA-Analyse keine Beweise. Archivfoto: Boden

bo Wittingen. Hat ein Wolf sich in den späten Winterwochen Schafe an Stackmanns Teichen bei Wittingen geholt? Der dringende Verdacht stand im Raum, nachdem Hobbyzüchter Winfried Henne darauf hindeutende Spuren entdeckt hatte, und nachdem auch noch Fotos aus einer Wildtierkamera auftauchten.

Die waren ganz in der Nähe gemacht worden, und mehrere Experten schätzten das darauf abgebildete Tier als einen Wolf ein.

Doch jetzt steht fest: Zumindest für den Tod der Tiere, die gerissen wurden, und die Henne an den Teichen verendet auffand, war kein Wolf verantwortlich. Das hat gestern der Gifhorner Wolfsberater Carl-Gustav Laser dem IK mitgeteilt. Demnach liegen nun die Resultate einer DNA-Analyse von Proben vor, die an den Kadavern entnommen wurden. Ergebnis: „Das war kein Wolf, das war ein Hund.“

Genauere Erkenntnisse, um welche Hundeart es sich gehandelt haben könnte, gibt es nicht. Laser: „Das bei der Untersuchung zu spezifizieren, wäre zu teuer.“ Dass ein Wolf trotzdem am südlichen Wittinger Ortsrand seine Kreise zieht oder gezogen hat, will Laser mit Blick auf die Fotos der Wildtierkamera nicht ausschließen. Für die Risse sei er aber jedenfalls nicht verantwortlich zu machen.

Bleibt offen, ob es ein Wolf war, der diejenigen Schafe, die bei Nacht und Nebel ganz abhandengekommen sind, gestohlen hat. Diese Frage lässt sich durch die DNA-Untersuchung freilich nicht beantworten. Für Züchter Henne bleibt ein Wolf als Beutegänger nicht ausgeschlossen: „Wo sind die Lämmer?“ Was den Hund angeht, der seine Schafe gerissen hat, habe er eine Vermutung, so Henne. Beweise allerdings nicht.

Seit der Hobbyzüchter seinen Tieren einen Zaun gebaut hat, ist kein Schaf mehr gestohlen oder verletzt worden. Staatliche Entschädigung hat er bisher nicht bekommen, da er den entsprechenden Antrag nicht abgeschickt hat: „30 Seiten, da steigt ja keiner durch.“

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