Wittingen: Wohl über 400 000 Euro für Sanitärräume der „Gelben Halle“

Sanierung sechsmal so teuer

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Schulsport: Die „Gelbe Halle“ der Realschule ist auch regelmäßig Bühne für den Wittinger Handball.

Wittingen. Böse Überraschung für die Stadt Wittingen: Die Sanierung der Sanitärräume in der „Gelben Sporthalle“ der Realschule wird rund sechsmal so teuer wie ursprünglich geplant.

Bislang war man im Rathaus davon ausgegangen, dass etwa 70 000 Euro fällig werden, um sanitäre Anlagen und Umkleiden wieder in Schuss zu bringen. Nun hat sich laut Stadtbürgermeister Karl Ridder „nach eingehender Untersuchung“ gezeigt: „Das Projekt wird um einiges größer.“

Denn bei einer eher kosmetischen Auffrischung wird es nicht bleiben können – auch die Leitungssysteme, so Ridder, müssen ausgetauscht werden. Die Sanitäranlagen seien seit etwa 45 Jahren in Betrieb, bei einigen Bauteilen sei die Lebensdauer mittlerweile erreicht oder gar überschritten. Bedeutet: Um eine grundlegende Sanierung kommt die Stadt nicht herum.

Die Ermittlung der genauen Kosten laufe noch, so Ridder, gerechnet werde derzeit mit 400 000 bis 450 000 Euro.

Damit bekommt die Baumaßnahme, die man sich in der Schule schon länger wünscht, einen neuen Zeithorizont. In den Sommerferien werden die Arbeiten vermutlich noch nicht starten können, meint Ridder. Ziel bleibe, die Sache „so schnell wie möglich“ über die Bühne zu bekommen. Mit der Schule und den Sportvereinen sollen Abstimmungsgespräche geführt werden.

Das Problem wird am kommenden Mittwoch, 27. Juni, den Wittinger Bauausschuss beschäftigen. Dieser tagt ab 18.30 Uhr im Rathaus. In der Sitzung wird es auch um die Sanierung der Dachflächen der Realschule gehen. Ein weiteres gewichtiges Thema des Ausschusses: Freiland-Photovoltaik. Auf der Tagesordnung steht einmal mehr die geplante Anlage zwischen Wittingen und Stöcken – und ein Antrag für ein ähnliches Projekt im Hafengebiet.

Von Holger Boden

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