Knesebecker Kreisstraßenmeisterei wäre gerüstet, falls es noch mal Winter wird

Salz ist da – nur das Eis fehlt

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Streusalz marsch – das war in diesem Winter im Nordkreis bisher nur selten nötig. Die Lager der Kreisstraßenmeisterei in Knesebeck sind gut gefüllt.

Landkreis Gifhorn. An einen Wintereinbruch ist bei den aktuellen Temperaturen nicht zu denken. Der Landkreis Gifhorn wäre aber in jedem Fall vorbereitet. In den Hallen der Kreisstraßenmeistereien (KSM) in Knesebeck (Nord) und Meine (Süd) lagern 1510 Tonnen Auftausalz.

„Seit der Katastrophe von 2009/10, als innerhalb von 14 Tagen und weit vor Weihnachten unsere Hallen leer waren und wir einen Salznotstand hatten, haben wir etwas gemacht“, sagt Hans-Werner Müller, Leiter der Knesebecker Kreisstraßenmeisterei.

Während der Wintermonate haben sich die Lager jetzt schon etwas geleert. Dreimal rückte die Knesebecker Straßenwächter bereits aus, um die Kreisstraßen zu streuen. „Kritisch wird es schon, wenn es um die Null Grad ist“, erklärt Müller die erhöhte Vorsicht. In der kalten Jahreszeit ist immer ein Melder unterwegs, der die Landschaft abfährt und glatte Stellen meldet. „Das passiert erstmals um 2 Uhr und danach noch einmal um 4 Uhr“, so Müller. Sind Gefahren erkannt, rücken die Streufahrzeuge aus.

Der Nordkreis ist dabei in fünf Bezirke mit je einem Fahrzeug eingeteilt. Zwei Mobile sind landkreiseigen. Ein sechstes Streufahrzeug hält die Firma Wiesensee in Radenbeck vor. Das Kontingent sei nicht aufstockbar, meint Müller. „Das funktioniert aber auch so.“

Dass die Salzvorräte, die wegen des günstigen Einkaufspreises im Sommer gekauft werden, um 50 Tonnen in Knesebeck zurückgegangen sind, bedeutet momentan eigentlich eher eine Entlastung. In gewissen Abständen müsse das Salz umgeschichtet werden, sagt Müller. „Da ist Anti-Backmittel drin“, grinst der Chef der Knesebecker Kreisstraßenmeisterei. „Damit es nicht zusammenpappt.“´

Sollten die Vorräte drastisch schrumpfen, könnte der Kreis umgehend Nachschub ordern. Mit dem Hersteller wurde eine Lieferung binnen 48 Stunden vereinbart. Eine gesalzene Rechnung blieb im Vorjahr – wegen des milden Winters – aus. Im Sommer seien nur 460 Tonnen Salz gekauft worden, erklärt Matthias Rode, Leiter des Landratsbüros. Insgesamt sei der Winterdienst aber ein „arbeits- und kostenintensiver Faktor“ im Bereich der gesamten Straßenunterhaltung.

Gaben die beiden Kreisstraßenmeistereien 2014 für den Ankauf von Salz und den Einsatz von Fremdfirmen 128 907 Euro aus, waren es 2010 sogar 575 448 Euro. Die zuletzt eingesparten Mittel wurden im Bereich der gesamten Straßenunterhaltung eingesetzt. Schwerpunkte waren dabei der Einbau von Asphalt oder die Markierung von Straßen.

Während des schneefreien Winters beschäftigen sich die KSM-Mitarbeiter mit Grünpflegearbeiten wie dem Fällen und Beschneiden von Bäumen oder der Inselreinigung oder Grabenräumung. Und erst wenn es kälter wird, kommt wieder das Räumen von Schnee und Eis hinzu.

Von Matthias Jansen

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