Strandbad Knesebeck: Pavillon und Wasserspaß / Gaststätte noch ohne Betreiber

Saisonauftakt mit Neuerungen

Mai-Idylle am Badeteich – und ab morgen soll ein Wasservorhang aus dem neuen Metallbogen im Kinderbecken sprudeln. Fotos: Boden

Knesebeck. Mit einigen Neuerungen geht das Knesebecker Strandbad am morgigen Sonntag in die diesjährige Badezeit.

Ein Holzpavillon auf der Campingwiese bietet Gästen jetzt Wetterschutz, ein Wasservorhang aus einem Metallbogen soll im Kinderbecken für zusätzlichen Badespaß sorgen.

Dass im Strandbad die Saison endgültig erwacht ist, war gestern nicht zu übersehen. Dauercamper haben sich schon häuslich eingerichtet und Fahnen gehisst, hier und da wurde noch eine Hecke oder ein Strauch beschnitten. Für das lange Himmelfahrtswochenende hat sich zudem eine große Besuchergruppe mit ihren Wohnwagen einquartiert: Modellbaufans aus Bremen, Hamburg, dem Sauerland und anderen Himmelsrichtungen, die in Knesebeck für ein paar Tage ihrem Hobby nachgehen wollen.

Sie haben Boote, Fahrzeuge und Flugzeuge im Gepäck. „Wir suchen Campingplätze mit netten Leuten und netten Seen“, sagte Monika Feldmann, die es sich am Vormittag unter dem Pavillon gemütlich gemacht hatte. Und in Knesebeck sei man nun schon zum dritten Mal.

Das Strandbad kommt also offenbar gut an. „Wie hingezaubert“, meinte Nils Canditt über den Pavillon, während er sich gerade mit einer Fernsteuerung beschäftigte. Rund 2400 Euro seien in das Vorhaben investiert worden, sagte Heinz-Ulrich Kabrodt, Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Strandbad-Fördervereins. Geld, das der Verein eingesammelt hat. Unter der Ägide von Lothar Stothfang wurde der Bau in ehrenamtlicher Arbeit errichtet.

Der Metallbogen im Kinderbecken wird laut Kabrodt aus dem städtischen Haushalt finanziert und kostet etwa 2000 Euro. Ebenfalls aus dem Etat der Stadt soll eine weitere Neuerung bezahlt werden: Der Holzsteg im Badesee soll durch einen neuen auf Kunststoffbasis ersetzt werden. Der Auftrag (Volumen: rund 10 000 Euro) sei vergeben. Später soll einmal eine Rutsche an der Spitze des neuen Steges installiert werden, die ist aber noch nicht im Preis inbegriffen.

Schon vor zwei Jahren wurde ein Floß für die Seemitte geplant, dieses Jahr soll es nun endlich Realität werden. Der Förderverein kooperiert bei dem Projekt mit der Lehrlingsabteilung von Butting, eingeplant sind rund 3000 Euro.

Die Eintrittspreise bleiben laut Kabrodt gegenüber 2011 unverändert. Wermutstropfen zum Saisonbeginn: Die Strandbad-Gaststätte ist nach wie vor ohne Pächter. Der Förderverein und die Stadt haben die Suche noch nicht aufgegeben. Ein Dauercamper meldete gestern Probleme bei der Rückgabe nicht mehr gültiger Duschmarken. Kabrodt sagte zu, sich für eine Lösung einzusetzen.

Von Holger Boden

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