Berufsorientierung zum Anfassen

Sachen zum Machen in der Wittinger IGS

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Erste Begegnung mit der Bundeswehr: Die IGS-Achtklässler erlebten Berufe hautnah.

Wittingen – „Was wiegt denn so ein Helm?“ Eine ganz praktische Frage für einen jungen Menschen, der sich gerade die Ausrüstung eines Bundeswehr-Soldaten anschauen und dabei auch noch ein paar Kleidungsstücke spindgerecht zusammenlegen darf.

Ein Achtklässler stellte sie am Freitagmorgen in der Mensa der Wittinger IGS, denn dort gab es Berufsorientierung zum Anfassen.

Würzige Handarbeit bei Lorenz Snack World.

Und nicht nur die Bundeswehr war vertreten. Die Lehrerin Bianca Sichardt, die die zweitägige „Praktische Berufswelt-Orientierung“ organisiert hatte, hatte ansonsten vor allem Betriebe aus der Region eingeladen. Von Butting und der LSW über die Hankensbütteler Kunststoffverarbeitung und die Radenbecker Firma Speckhahn bis hin zum Bauunternehmen Wiesensee und Emsland Food reichte das Portfolio.

Und die insgesamt 13 Betriebe setzten nicht auf Flyer oder Vorträge, stattdessen gab es Sachen zum Machen. So durften die Achtklässler bei Lorenz Snack World mit Handschuhen Kartoffelsticks wieder und wieder wenden – der Prozess diente dem Untermischen von Gewürzen, im Alltag geschieht dies maschinell. Das Butting-Team hatte einen Schweiß-Simulator mitgebracht, bei der Ambulanten Krankenpflege Bettina Harms gab es Rollenspiele rund ums Thema Pflege.

Am Stand von Meyer Haustechnik galt es für die Schüler, das Verlegen einer Fußbodenheizung zu simulieren. „Ich find’s cool“, sagte die 14-jährige Joelin über die praktische Note des Parcours, der die Teenager auch auf den Schulhof führte, wo der Entsorger Remondis gleich mit Radlader und weiteren Fahrzeugen angerückt war.

Auch der 14-jährige Paul lobte die zweitägige Berufsorientierung: „Das ist sehr gut – hier Berufe kennenzulernen, erleichtert die Berufswahl.“ Er selbst war sich schon sicher, eine Ausbildung als Land- und Baumaschinen-Mechatroniker absolvieren zu wollen. Olivia (13) fand die beiden Tage ebenfalls spannend, auch wenn sie am Freitag bilanzierte, dass für sie nicht das Richtige dabei sei.

Lehrerin Sichardt und ihr Schulleiter Stefan Krauß lobten die Kooperation mit den Unternehmen – und registrierten gleichzeitig auch wohlwollende Worte der Betriebe über die Schüler. Krauß: „Wir hören, dass sie sich an den Ständen gut verhalten und neugierig sind.“

VON HOLGER BODEN

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