Rückbau empfohlen

Hier lässt sich derzeit im Prinzip nicht mehr spielen: der Knese-becker Wasserspielplatz.

Knesebeck - Von Holger Boden. Es sah aus wie eine Erfolgsgeschichte, als 2005 der Knesebecker Wasserspielplatz am Beck hergerichtet wurde und sogar die Patenkompanie 3./332 mit anpackte. Doch inzwischen bietet die Anlage ein eher trauriges Bild: Der künstlich geschaffene Seitenarm des Beck ist überwuchert, die Spielelemente aus Holz liegen scheinbar wahllos verstreut am Bach herum.

Zu allem Überfluss gibt es nun auch noch ein TÜV-Gutachten, das dem Wasserspielplatz am Beck „einige gravierende Mängel“ bescheinigt, wie Bauamtsleiter Albert Soltau den Ortsrat in dessen jüngster Sitzung wissen ließ. Der Spielplatz mache „immer wieder Probleme“. Es habe diverse Aktionen gegeben, die Anlage in Schuss zu halten, doch fehle „ein bisschen die Nachhaltigkeit“.

Der Wasserspielplatz war mit Hilfe der Soldaten und in Zusammenarbeit mit dem Otter-Zentrum eingerichtet worden und sollte Abwechslung zu den „handelsüblichen“ Spielplätzen bieten.

Dass in dem TÜV-Bericht nun gar der „Rückbau“ der Anlage empfohlen wird, kann Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt nicht verstehen. Schließlich sei die Anlage am Beck seinerzeit vom Landkreis Gifhorn abgenommen und genehmigt worden. In dem Bericht wird offenbar kritisch auf das Vorhandensein von 40 Zentimeter tiefem Wasser hingewiesen – was aber bei einem Spielplatz am Bach eigentlich niemanden überraschen dürfte. Der im Rahmen einer turnusgemäßen Untersuchung aller Spielplätze im Stadtgebiet erstellte Bericht findet auch Mängel am benachbarten konventionellen Spielplatz, etwa an der Seilbahn, deren Elemente mitunter die falschen Abmessungen hätten.

Auch die Knesebecker Schule hatte sich zuletzt um den Wasserspielplatz gekümmert. Kabrodt berichtet darüber hinaus von einer Aktion im Frühjahr, bei der Unkraut entfernt worden sei. Der Seitenarm habe im Rahmen der Unterhaltung des Baches durch einen Dienstleister mitgemäht werden sollen, was aber offenbar nicht geschehen sei. Zudem, so Kabrodt, sei geplant gewesen, den Seitenarm zu entschlammen: „Das ist unterblieben.“

Kabrodt will nun alle Beteiligten an einen Tisch holen und die Probleme klären, bevor die Angelegenheit in der nächsten Ortsratssitzung wieder auf die Tagesordnung kommt.

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