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Ruckelfreier über die Landesgrenze

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Von: Holger Boden

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Auf dem Reddigauer Weg reiht sich Loch an Loch, auch geflickte Stellen sind wieder kaputt.
Der Reddigauer Weg zwischen Erpensen und der Landesgrenze präsentiert sich schon seit Jahren nicht mehr in Bestform. Nun ist der Auftrag für eine Sanierung erteilt, im November soll es dafür wohl eine Vollsperrung geben. © Boden, Holger

Erpensen – Nach jahrelanger Diskussion wird nun der Reddigauer Weg bei Erpensen saniert. Die Arbeiten sollen in der 45. Kalenderwoche (ab dem 7. November) starten, wie die Stadt Wittingen mitgeteilt hat. Abgeschlossen werden soll das Projekt in der 50. Kalenderwoche, also bis zirka 16. Dezember.

Die Sanierung der 1,4 Kilometer langen Verbindung, die von der K 88 zwischen Erpensen und Lüben zur Landesgrenze führt und im Prinzip wie ein besserer Wirtschaftsweg ausgebaut ist, ist ein kommunalpolitischer Klassiker der 10er Jahre – und im kleinen Stil auch so etwas wie ein „Verkehrsprojekt deutsche Einheit“. Denn dort rollt einiges an Berufs- und Einkaufs-Verkehr zwischen der Altmark und dem Wittinger Stadtgebiet. Auf sachsen-anhaltinischer Seite ist die Verbindung seit Jahren ausgebaut und hat dort sogar den Status einer Kreisstraße.

Das war auf Wittinger Gebiet auch mal das Ziel. Doch im Jahr 2015 angestoßene Bemühungen, die Verbindung an den Landkreis Gifhorn abzutreten, stießen in der Kreisstadt auf keine Gegenliebe. Der Kreis wäre dann für die Unterhaltung zuständig gewesen.

Zwischenzeitlich war das Vorhaben dann immer mal wieder kurz davor, in den Wittinger Haushalt zu rutschen und stand sogar schon mal drin. Doch als sich im Zuge der Corona-Krise 2020 Finanzprobleme abzeichneten, wurde das Projekt zusammen mit einigen anderen gestrichen.

Wurden früher schon Ausbauvarianten für 600 000 Euro diskutiert, so werden nun nach Angaben der Stadtverwaltung 275 000 Euro für die Sanierung aufgerufen. Die Straße bekommt dafür eine neue Asphaltdecke und wird bei dieser Gelegenheit von 3 auf 4 Meter verbreitert. Den Auftrag hat die Baufirma Galeiwa aus Salzwedel bekommen, und die hat der Stadt nun den Baubeginn in der 45. Kalenderwoche mitgeteilt – vorbehaltlich geeigneter Wetterbedingungen natürlich.

Nach Angaben aus dem Rathaus erfolgen die Arbeiten voraussichtlich komplett unter Vollsperrung. Die K 1390 auf Altmark-Seite wird damit für die Dauer der Sanierung zur Sackgasse. Umleitungen sollen nach Abstimmung mit den Verkehrsbehörden in Gifhorn und Salzwedel ausgeschildert werden.

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