Ortsbürgermeister sieht Wachstum als Rezept zur Stärkung der Wittinger Innenstadt

Rönneberg setzt auf Bauplätze

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Gedanken über Wittingen: Der Ortsrat will sich in diesem Jahr unter anderem mit der Altstadt, dem Radwegenetz und der Aufwertung des Martinimarktes beschäftigen. 

Wittingen. Eines ist Matthias Rönneberg ganz wichtig: Er sieht sich als neuer Ortsbürgermeister nicht in der Rolle des Alleinunterhalters. „Wir wollen uns als Ortsrat gemeinschaftlich Gedanken um Wittingen machen und positive Akzente setzen. “.

Eines der drängenden Themen für 2017 ist – natürlich – der Leerstand in der Innenstadt. Rönneberg ist überzeugt, dass dringend neues Bauland ausgewiesen werden sollte, weil das dem Wittinger Handel und Gewerbe zugute komme: „Die Geschäfte profitieren, wenn wir neue Bürger gewinnen.“ Und mit mehr Einwohnern sei Wittingen auch interessanter für die Ansiedlung neuer Läden. Der Ortsrat werde sich daher für eine städtische Erschließungsgesellschaft einsetzen, damit die Bauland-Politik besser gesteuert werden kann. Bei der Aufwertung des Stadtbilds im Zentrum will der CDU-Mann nicht allein auf das ISEK-Programm zählen: Für denkbar hält er es, dass die Kommune sich an Materialkosten beteiligt, „wenn jemand seine Fassade verschönern will“.

Was 2017 noch anliegt:

• Das Radwegenetz soll verbessert werden. Rönneberg kann sich auch Schutzstreifen für Radfahrer vorstellen, wie es sie beispielsweise in Bodenteich gibt.

• Rönneberg setzt auf neue Kommunikationsplattformen. Auf der Homepage der Stadt soll ein direkter Draht zum Ortsrat eingerichtet werden. Zudem will er ein jährliches Treffen örtlicher Vereine und Akteure im September anregen, bei dem Planungen und Termine für das Folgejahr abgestimmt werden. Und: Rönneberg will zweimal jährlich samstags zu einer Bürgersprechstunde vor dem Rathaus einladen.

• Der Martini-Markt soll aufgewertet werden – Rönneberg hat ersten Kontakt zu Markt-Organisatoren aufgenommen.

• Pflege der Grünanlagen: Rönneberg denkt an Vereinfachungen beim so genannten „Straßenbegleitgrün“: leichtere Pflege, bessere Optik. In die Überlegungen sollen die Bürger eingebunden werden.

• Der Ortsbürgermeister will sich für eine Planung für das Naherholungsgebiet Nachtweide einsetzen.

• Die Schützen feiern dieses Jahr 400-jähriges Bestehen: „Das wollen wir als Ortsrat nach Kräften unterstützen.“

• Die Spittastraße wird saniert, wohl in der zweiten Jahreshälfte. Rönneberg: „Da bitten wir die Anlieger jetzt schon um Verständnis.“

Von Holger Boden

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