Bikepark: Bei der Suche nach einem Standort prüft die Stadt jetzt eine Alternative zur OHE-Fläche

Ritterkamp wieder auf Agenda

Mountainbiker in Aktion: Bis ein Bikepark in Wittingen eingerichtet wird, wird es noch eine Weile dauern – ein Startschuss fällt wohl nicht, bevor der genehmigte Haushalt für 2019 vorliegt.
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Mountainbiker in Aktion: Bis ein Bikepark in Wittingen eingerichtet wird, wird es noch eine Weile dauern – ein Startschuss fällt wohl nicht, bevor der genehmigte Haushalt für 2019 vorliegt.

Wittingen. Ein Gelände im Bereich Spörkenstraße/Ritterkamp ist nun auch wieder heißer Kandidat bei der Standortsuche für einen Bikepark in Wittingen.

Die Stadtverwaltung soll eine Realisierung des Vorhabens auf dem Areal unweit der Tennishalle prüfen, so will es der Ausschuss für Kinder, Jugend, Senioren und Integration.

„Wir wollen das Projekt nicht verzögern“, betonte Joern Wolter (CDU), als er dafür plädierte, das Votum des Ortsrates zu berücksichtigen. Der hatte sich gegen die vom Ausschuss befürwortete Fläche im südlichen Teil des ehemaligen OHE-Geländes ausgesprochen (das IK berichtete). Ein großer Teil der Ortsratsmitglieder nahm nun am Donnerstagabend an der Ausschusssitzung teil.

Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (CDU) erläuterte noch einmal die Beweggründe: Man wolle die Entwicklung von Freizeitangeboten lieber im Bereich der Spörkenstraße vorantreiben, wo es schon das Freibad, die Sportplätze, die Tennishalle und demnächst auch einen Wohnmobilstellplatz gebe. Thomas Lemke (Grüne) ergänzte, man solle die Jugendlichen mit ihrem Bikepark „nicht in eine Ecke drängen, wo sie keiner sieht. Wer da einen Unfall hat – den findet doch keiner.“

Der Jugendliche Jonas Müller, der im März sein Anliegen und das seiner Altersgenossen vor dem Ausschuss vorgetragen hatte, machte allerdings deutlich, dass ihnen die Option OHE-Gelände ganz recht wäre: „Klar, wir wollen auch gesehen werden, aber es muss nicht unbedingt sein. Es ist besser, wenn wir da unsere Ruhe haben.“ Mit Blick auf die Eingabe des Reit- und Fahrvereins, der Probleme durch die Nähe von Bikepark und Reitgelände fürchtet, sagte der Teenager: „Unsere Fahrräder machen keinen Lärm. Und am Ritterkamp ist auch eine Pferdewiese daneben.“

Die Nähe zum Bahnhof sei zudem ideal, weil viele Bike-Freunde auch per Zug aus Uelzen oder Wolfsburg anreisen würden. Dazu meinte Rönneberg, dass die Entfernung zum Bahnhof bei beiden diskutierten Standorten eigentlich keinen großen Unterschied mache. Auf dem OHE-Gelände stelle sich zudem die Frage nach Zuwegung und Parkplätzen.

Deutlich wurde auch: Seitens der Jugendlichen wird eine Verzögerung des Projekts befürchtet, wenn die Standortfrage neu aufgerollt wird. Auch der Ausschussvorsitzende Artur Geiger (SPD) äußerte sich dahingehend. Christian Hinze-Riechers (CDU) musste allerdings darauf verweisen, dass unabhängig von der Standortfrage ohnehin noch einige Zeit ins Land gehen werde, bis die Sache verwirklicht werden kann. Denn vorher müsse der Haushalt 2019 genehmigt sein – und das könne leider bis weit ins neue Jahr hinein dauern.

Für die von der Verwaltung für die Anlage des Bikeparks veranschlagten 32 000 Euro gab der Ausschuss schon mal grünes Licht. Am Ritterkamp, das betonte Thomas Knöfel (FWG), wäre das Vorhaben teurer, denn dort gehört das Gelände unter anderem dem Wasserverband. Das alte OHE-Gelände hingegen gehört der Stadt. Der Erste Stadtrat Peter Rothe sagte, für das Projekt an sich könne eventuell eine 75-prozentige Förderung aus dem Leader-Topf fließen. Für den Grunderwerb wird allerdings nicht mit Zuschüssen gerechnet.

Von Holger Boden

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