Rentner aus Wittenberge tourt mit ungewöhnlichem Fahrrad durch Wittingen

Reise mit dem Schlafexpress

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Der 71-jährige Herbert Wedel macht mit seinem Gefährt der Marke Eigenbau auf dem Parkplatz eines Wittinger Supermarktes Halt und stärkt sich mit Proviant.

Wittingen. Er klappt einfach sein Lenkrad nach vorn über, die Sitzfläche auf, baut ein Zeltdach auf und schon hat Herbert Wedel sein Fahrrad in einen gemütlichen Schlafwagen verwandelt.

Mit seinem Gefährt der Marke Eigenbau machte sich der 71-jährige Rentner aus seinem Heimartort Wittenberge in Richtung Hankensbüttel auf.

Bei seiner Tour legte er jetzt eine Zwischenstation bei einem Wittinger Supermarkt ein, um sich für die Weiter- und Rückfahrt mit Proviant zu stärken.

„Das ist meine erste Tour mit dem Fahrzeug, gewissermaßen eine Probefahrt“, sagte Wedel auf dem Parkplatz und zog damit einige neugierige Blicke auf sich. „Das ist ein ganz gewöhnliches Fahrrad. Darauf habe ich alte, aber stabile Abbrechplatten gebaut, die als Sitzfläche dienen“, erklärte der Rentner. Das Fahrzeug sei aber noch verbesserungswürdig. Doch für Übernachtungen auf Feldern oder Wiesen reiche es völlig aus.

„Da kommt eine gefütterte Matratze hinein, die sehr leicht ist, und dann kann man darin sehr angenehm schlafen“, beschrieb Wedel seinen Eindruck. Es sei ein schönes Gefühl, in der freien Natur zu übernachten: „Ich habe Kraniche gesehen und wenn morgens einem die Sonne entgegen scheint, ist es herrlich.“

Solche oder ähnliche Momente hat Wedel bei vielen seiner Reisen schon erlebt. „Ich unternehme gerne weite Touren. Ich war schon in Norwegen, Italien und Rumänien. Meine weiteste Reise war Istanbul“, erzählt er.

Unter seiner Sitzfläche befand sich noch ein kleines Geheimnis, das Wedel enthüllte: „Da kommen Getränke und etwas Essbares hinein.“ Gut versorgt legte der Rentner los und startete seine nächste Etappe: Richtung Hankensbüttel.

Von Volker Althoff

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