„Mosh in den Mai“: Fast 200 Gäste feiern im Knesebecker Schützenhaus kräftig ab / Vier Bands sorgen für Stimmung

Regionale Metal-Szene mächtig in Wallung

„Ihr seid ein Wahnsinnspublikum“: Anna Peschke, Frontfrau von Fire in Fairyland, ließ die Party-Menge tanzen.

Knesebeck. „Der Mai ist gekommen“: Altes Brauchtum wird auch im Isenhagener Land hoch gehalten.

Beim Konzert „Mosh in den Mai“ pflegte man am Dienstagabend im Knese-becker Schützenhaus die Traditionen des Tanzes in den Mai, allerdings in der Variation des Headbangs und des Pogo-Tanzes. Vier Bands aus allen Himmelsrichtungen standen auf der Bühne und brachten die regionale Metal-Szene in Wallung.

Fantasievoller Hardrock aus Wolfsburg: Die Band nulldB setzte den fulminanten Schlusspunkt unter das Konzert in Knesebeck. Fotos: Ohse

Aus Peine, Bremen, Celle und Wolfsburg kamen sie und hatten zum Teil ihre Fans mitgebracht. „Metal ist wieder zu Hause“, freute sich Marco Bußenius, Veranstalter und Chef von Bibel-Metal. Schon die „Dark Seasons Night“ im November hatte er aus Wittingen zurück in seinen Wohnort Knesebeck geholt. „Der Zuspruch hier ist größer, die Szene ist in Knesebeck“, erklärte er. Mit „Mosh in den Mai“ stand eine offizielle Wacken-Warm-up-Party an, fast 200 Gäste waren begeistert. Hart, härter, am härtesten zeigten sich Shotgun Justice, President Evil und nulldB, für die das Warm-up auch ein wirkliches war, denn die Wolfsburger luden die Gäste gleich zum Wacken-Festival ein: „Wir würden uns freuen, euch dort begrüßen zu können.“

Lediglich Fire in Fairyland machte zwischendurch einen Abstecher in den Punk-Rock, variierte auch aktuelle Charthits in härterer Gangart. Die Truppe aus Celle legte zudem ein enormes Laufpensum auf der kleinen Bühne zurück. Frontfrau Anna Peschke und ihre Mitstreiter tobten sich mindestens ebenso aus wie das Publikum vor der Bühne. Den Zuspruch der Musikfans gab Peschke postwendend zurück: „Ihr seid ein Wahnsinnspublikum.“

Auch Neal McCocker von President Evil lobte: „Der Ort hier ist am Arsch der Welt, aber hier leben die geilsten Leute.“ Die Bremer Band hatte sich auf der Hinfahrt gehörig verfahren, gab er zu. Zudem legte McCocker auch Wert auf Lautstärke. Auf die Frage „Wollt ihr ein bisschen schreien?“ folgte eine eindeutige Antwort. Dynamisch, entschlossen und deutlich kam das Echo von der Bühne. McCocker leistete sich auch einen Ausflug in die Menge.

Den fulminanten Schlusspunkt setzte nulldB. Die Wolfsburger überzeugten auf ganzer Linie, tauchten auch in deutschen Hard-Rock ab. Eines war auch bei diesem Konzert wie sonst: Einige Gäste gönnten sich zwischendurch die Benutzung ihres Smartphones.

Von Burkhard Ohse

Die Bilder vom Stelldichein

Mosh in den Mai in Knesebeck

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