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Reges Interesse an Spielzeugbörse in Wittingens Stadthalle

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Von: Burkhard Ohse

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Die Spielzeugbörse
 in der Wittinger Stadthalle.
Reges Interesse herrschte am Samstag, 12. November, in der Wittinger Stadthalle. © Ohse, Burkhard

Wittingen – Wittingens Stadthalle stand am Samstag, 12. November, unter Dampf, allerdings nur sprichwörtlich. Denn erstmals fand da eine Spielzeug- und Modelleisenbahnbörse statt. Heiß begehrt waren vor allem alte Lokomotiven, Züge, Waggons, Modellautos und Zubehör. Viele Modelle aus den 1950er und 60er Jahren faszinierten, und zwar nicht Kinder, sondern vor allem Männer.

Mittelalte und ältere männliche Besucher dominierten klar die Stände, schauten mit Interesse und Fachwissen an, was die Anbieter mitgebracht hatten oder was man für seine eigene Modelleisenbahn gebrauchen könnte. Bisweilen hatten Väter ihre kleinen Söhne mitgebracht, die sich ebenfalls interessiert die vielen kleinen Modelle anschauten. Vertreten waren nicht nur Produkte sämtlicher bekannter Firmen wie Märklin, Fleischmann oder Roco, sondern auch alle Größen von Spurgröße Z über H0 bis G und Modellbahnen mit Digital-Technik.

Eine original verpackte „Elektrische Schnellfahr-Lokomotive“ oder ein Auto-Set „Schotterwerk“ aus der Nachkriegszeit lagen da ebenso wie Gebrauchtes, aber Funktionsfähiges oder ganz alte Modelle. „Manches stand nur in einer Sammlervitrine“, sagte ein Händler, der etliche originalverpackte und seltene Lokomotiven und Wagen anbot. Und das hatte seinen Preis. Ein Händler hatte dann auch ein wenig Frust, vermisste ein seltenes Wiking-Automodell von 1947. „Das muss jemand einfach eingesteckt haben“, sagte er verärgert.

Außer Modelleisenbahnen gab es auch einiges an Spielzeug, dazu auch Miniaturen von schwerem, deutschem Kriegsgerät, das man derzeit im Fernsehen sehen kann, wenn es um den Krieg in der Ukraine geht. Doch zumeist waren die Produkte zivil. Gefragt war auch Zubehör: Büsche, Schienen, Signalanlagen, Tunnel oder eine „Streugras-Spitzdose für naturgetreu stehendes Gras“.

Im Eingang saß Veranstalter Matthias Lübker. Der Mindener war mit der Börse erstmals im Landkreis und zeigte sich sichtlich zufrieden über den Zuspruch. „Wir waren bereits dreimal in Celle, nun wollten wir ein bisschen weiter gehen“, sagte er. Die Kunden kommen aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern, manche sogar noch von weiter her. „Die Käufer und die Verkäufer kennen sich alle untereinander“, meinte ein Gast aus Hannover. „Man wird manchmal sogar vermisst, wenn man eine Börse auslässt.“

Die Messe soll auf jeden Fall eine Fortsetzung finden, das allerdings erst im kommenden Jahr. „Mehr als einmal im Jahr ist schwierig, weil die Preise für seltene Sammlerstücke bei bis zu 1000 Euro liegen“, erklärte Lübker.

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