Stoppelfeldbrand bei Rade verwüstet zirka 20 Hektar / Stadtalarm ausgelöst

Rauchsäule über Wittingen

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Ein Feld südlich der Salzwedeler Straße ging in Flammen auf. Innerhalb kürzester Zeit entstand eine hunderte Meter hohe Rauchsäule, die kilometerweit zu sehen war.

Wittingen. Kurz nach 15  Uhr bemerken gestern Radener Anwohner eine Rauchentwicklung auf dem Feld vor ihrem Dorf. „Wir haben noch versucht, es auszutreten, aber das ging nicht mehr“, berichtet Mirko Kummert im IK-Gespräch.

Kurz darauf ist die alarmierte Feuerwehr vor Ort und der Brand hat sich deutlich ausgebreitet. Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen, eine Benutzung der nach Rade führenden Straßen ist kaum mehr möglich.

Etliche Landwirte schlugen Schneisen in die Felder, um dem Feuer Einhalt zu gebieten. Auf diesem Ackerstück nahm es seinen Anfang.

Der Stadtalarm war ausgelöst worden: So sind alle 15 Ortswehren sowie die Wehren aus Hankensbüttel und Emmen vor Ort. Einsatzleiter Heinrich Kruse fährt im Pkw die Straßen neben den Feldern ab, koordiniert, erteilt Kommandos. Mittlerweile ist das Feuer vom Brandherd direkt vor Rade durch den Wind auf das Feld südlich der Salzwedeler Straße übergesprungen. In Wittingen stehen die Menschen auf der Straße und starren die deutlich sichtbare Rauchsäule an.

Die Feuerwehr fährt derweil auf die Felder, löscht und versucht, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Immer wieder muss Wasser getankt werden. Selbst neben den Feldern ist es nun sehr heiß, die rauchige Luft kratzt in der Kehle. Nach ersten Schätzungen lösen sich zirka 20 Hektar Stoppelfeld im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auf und behindern die Sicht.

Während großflächig gelöscht und die Löschwasserversorgung sichergestellt wird, haben die rund 200 Männer und Frauen vor Ort kaum Zeit zum Durchatmen. Sechs Einsatzkräfte müssen ins Krankenhaus, einer mit dem Helikopter nach Hannover.

Doch nicht nur die Wehren sind im Einsatz: Etliche Landwirte jagen mit ihren Traktoren über die Felder, ziehen Schneisen, um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. „Das ist ein unschätzbarer Beitrag“, lobt Kruse. Nach viereinhalb Stunden sind die Brände endlich gelöscht, die erschöpften Kräfte können wieder Luft holen.

Von Dennis Tesch

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