Überall in der Region brennen am Wochenende lichterloh die Osterfeuer

Rauch über dem Isenhagener Land

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Auch der Regen am späten Abend störte in Pollhöfen niemanden: Hier brannte das Feuer am Sonntag am längsten.

Isenhagener Land. In den und um die Dörfer des Nordkreises stiegen Rauchsäulen auf. Der Winter sollte durch die Osterfeuer vertrieben werden. Doch er wehrte sich. Am Ostersamstag fielen die Temperaturen auf vier Grad Celsius.

Vor den Toren Wierstorfs, wo die Junge Gruppe der Feuerwehr das Brauchtumsfeuer entfacht hatte, hagelte es zwischendurch sogar. „Das war eine kleine Regenfront“, erklärte der ehemaligen Ortsbrandmeister Albert Bergmann. Doch die Gäste hielten stand, so brieten sie zum Beispiel über einem kleinen Nebenfeuer Stockbrot.

Viele Besucher gab es beim Osterfeuer in Rühen: Nach zwei Jahren Pause loderte es hier wieder.

Schon kurz nach 19 Uhr entzündeten Uwe Spillner und Ortsbrandmeister Jens Hohnke in voller Atemschutzmontur in Rühen das Feuer. „Es ist eine Familienveranstaltung, da können wir nicht bis Einbruch der Dunkelheit warten“, erklärte Jugendfeuerwehrwartin Tina Schlüter, die mit der Jugendwehr die Vorarbeit geleistet hatte. Feststehende Anlieferung, Wenden des Stapels Strauchgut am Tag des Feuers war nicht nur hier Pflicht. Ein Alleinstellungsmerkmal war die schmale Birke, die auf dem Scheiterhaufen steckte. Bis in die späten Abendstunden war die Frage, fällt sie, fällt sie nicht. Die Ausdauerndsten erfuhren es. Immerhin lebte hier die Tradition nach zwei offiziell osterfeuerlosen Jahren wieder auf.

Kleines Dorf, gemütliches Feuer. In Wunderbüttel richtete der Schützenverein das Osterfeuer aus.

In Wunderbüttel stand neben den anderen Gästen Landrätin a.D. Marion Lau am Feuer, das hier traditionell vom Schützenverein organisiert wird, am Rande des Vereinsgeländes. Rehe und andere Wildtiere ließen sich nicht vertreiben, hielten aber respektvollen Abstand zum Feuer.

Respektvollen Abstand vom Feuer hielt man auch in Wagenhoff: Das Osterfeuer fand guten Zuspruch.

In Wagenhoff brannte das Osterfeuer ziemlich schnell herunter. „Der Wind hat mitgeholfen“, sagte Herbert Falk, Vorsitzender des Sportvereins, der in diesem Jahr Ausrichter auf dem Platz am Wendelberg war. Ein Zelt schützte vor dem Unbill des Wetters.

Das wohl längste Osterfeuer im Kreis gab es am Sonntagabend in Pollhöfen auf dem Osterfeuerplatz. „Wir wollen die Tradition am Leben halten“, freute sich Ortsbrandmeister Thorsten Bergmann über den Zuspruch. Am Morgen gab es einen Gottesdienst auf dem Friedhof samt Posaunenchor und anschließend ein Frühstück.

Von Burkhard Ohse

Osterfeuer im Isenhagener Land

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