Rastplatz: Darrigsdorf macht mobil

bo/rl Darrigsdorf/Wittingen. Darrigsdorf macht gegen die Rastanlage mobil. Die geplante Tankstelle an der A 39, die nach jetzigem Planungsstand bei Wollerstorf entstehen soll und damit wohl in Sichtweite des Ortes, war eins der Top-Themen bei der Abrechnungsversammlung am Wochenende.

Im Beisein von Stadtbürgermeister Karl Ridder machten die Darrigsdorfer ihrem Ärger über den bewirtschafteten Autobahn-Parkplatz Luft. Dabei wurde geltend gemacht, dass die Planer immer von einer Rastanlage im Abschnitt 6, also südlich der B 244, gesprochen hätten – und dass diese nun plötzlich im Abschnitt 5 und damit „vor unser Haustür“ entstehen solle.

Das stimmt freilich nicht ganz: Bei der Suche nach dem Rastplatz-Standort wurden immer drei Kandidaten gehandelt – neben Eutzen und dem Wald am VW-Prüfgelände eben auch das Dreieck zwischen Kanal und Autobahn bei Wollerstorf. Dass die Planer sich dann im Dezember tatsächlich für den nördlichsten Standort entschieden, mag für manchen überraschend gekommen sein.

Gegen die Planungen wollen sich nun die Darrigsdorfer zur Wehr setzen und eine Petition verfassen. Ridder sagte am Sonnabend seine Unterstützung zu. „Ich halte an der Auffassung fest, dass ich den Standort am Testgelände favorisiere“, sagte der Rathauschef gestern gegenüber dem IK. Und: Er gehe davon aus, dass eine Mehrheit im Stadtrat das ebenso sehe, schließlich habe man letztes Jahr eine entsprechende Resolution vorgelegt.

Wie die Stadt nun vorgeht, ist noch offen. Klar ist aber laut Ridder, dass mit politischem Druck noch auf eine Änderung der Standort-Entscheidung hingewirkt werden soll. „Wir wollen zeigen, dass hier nicht einfach alles so hingenommen wird.“ Bei der Präsentation der Planer sei „deutlich gesagt worden“, dass Veränderungen noch möglich sind.

Erstaunlich ist nur, dass in der Stadtratssitzung am 21. Dezember, an der Ridder nicht teilnehmen konnte, niemand die wenige Tage zuvor verkündete Entscheidung der Planer mit kritischen Worten auf den Tisch brachte. Konkrete Schritte sollen nun in der nächsten Sitzung des städtischen Verkehrsausschusses diskutiert werden, der in nicht allzu ferner Zukunft tagen soll. Ridder will im Vorfeld den stadtinternen A 39-Arbeitskreis einberufen, in dem neben Vertretern der Ratsfraktionen auch die Ortsvorsteher der Dörfer an der Autobahn-Trasse sitzen.

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