Rastanlage bei Wollerstorf

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Die 24 Hektar große Tank- und Rastanlage an der A 39 soll bei Wollerstorf entstehen.

Wittingen/Bad Bodenteich. – Von Holger Boden. Nicht Eutzen, nicht Malloh – die Tank- und Rastanlage an der Autobahn 39 soll bei Wollerstorf entstehen. Das ist die Vorstellung der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die gestern in Bad Bodenteich Vertretern der A 39-Kommunen präsentiert wurde.

In Eutzen, wo es starken Protest gegen die Überlegungen für eine Tankstelle in Ortsnähe gab, dürfte diese Entscheidung für Aufatmen sorgen. Abzuwarten bleibt nun, ob sich in Wollerstorf ähnlicher Unmut regt.

Die Wittinger Stadtpolitik hatte einen Standort im Malloh favorisiert. „Unsere Wunschvorstellung hat sich nicht durchgesetzt“, sagte Stadtbürgermeister Karl Ridder gestern in einer ersten Reaktion. Das Votum der Lüneburger Planer soll in nun folgenden Arbeitskreissitzungen detailliert behandelt werden.

Die Tank- und Rastanlage bei Wollerstorf soll südwestlich des Ortes in einem Dreieck zwischen dem Kanal und der Autobahn liegen, die in diesem Bereich aus südöstlicher Richtung auf die Wasserstraße zuschwenkt. Auch Wentorf und Darrigsdorf dürften demnach zur Nachbarschaft der Anlage zählen.

Laut Ridder, der gestern bei der Präsentation in Bad Bodenteich zugegen war, werden für die Tank- und Rastanlage etwa 24 Hektar Land benötigt – das ist weniger als die zwischenzeitlich genannte Fläche von 40 Hektar. Nur auf der Westseite der Fahrbahn werde es eine Bewirtschaftung geben, auf der Ostseite bleibe es bei Stellplätzen.

Nach Angaben von Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde, entsteht die zweite Tank- und Rastanlage an der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg bei Solchstorf, das zur Gemeinde Bienenbüttel im nördlichen Landkreis Uelzen gehört. Die beiden Anlagen sollen Platz für jeweils etwa 250 Lkw und 100 Pkw bieten.

Zum Raststättenkonzept an der 105 Kilometer langen Trasse gehören außerdem fünf Parkplätze mit WC – so genannte PWC-Anlagen. Diese sind laut Möller auf jeweils 50 bis 100 Lkw und 40 Pkw ausgelegt. Eine davon ist im Bereich des VW-Prüfgeländes geplant, eine bei Jembke. Die übrigen sollen bei Barendorf (Landkreis Lüneburg), Rätzlingen und Kattien (beides Landkreis Uelzen) entstehen.

Informationen zu ihrem Rastanlagenkonzept sowie Karten zu den einzelnen Standorten will die Landesbehörde im Internet unter http://www.strassenbau.niedersachsen.de bereitstellen.

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