ADAC legt Wittinger Mängelliste vor

Bürgern fehlt ein Radwegesystem

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Am Umweg gibt es einen richtigen Radweg – eine Seltenheit innerhalb der Wittinger Ortsgrenzen.

bo Wittingen. Das weitgehend nicht vorhandene Radwegesystem in Wittingen steht weiter in der Kritik des ADAC-Ortsclubs – und auch der Bürger. Das ist die Bilanz von Clubchef Hans Chojnacki, der jetzt die Anliegen ausgewertet hat, die ihm am 3. Oktober von Einwohnern zugetragen worden sind.

Der ADAC war mit einem Stand bei der Einheitsfeier auf dem Marktplatz vertreten.

Chojnacki und Clubmitglied Hans-Ulrich Schrader berichten nun von – oft älteren – Wittingern, die sich beispielsweise auf der vielbefahrenen Uelzener Straße als Radfahrer gefährdet fühlen und deshalb den Fußweg benutzen.

Auch die Bahnhofstraße ist vom ADAC schon häufiger thematisiert worden. Der auch für Radfahrer freigegebene Gehweg sei mit seiner variablen Breite von 80 bis 150 Zentimeter an vielen Stellen schlicht zu schmal, betont Chojnacki, der moniert, dass der Ortsrat sich dieser Probleme bisher nicht angenommen habe.

„Ein Fahrradsystem ist in Wittingen nicht erkennbar“ – das hätten Bürger so geäußert, und diese Kritik würde auch der ADAC unterschreiben, bestätigen Chojnacki und Schrader. Der ADAC-Vorsitzende bringt als Lösungsmöglichkeit für Straßenzüge, wo kein Platz mehr für einen Radweg ist, das in Bad Bodenteich praktizierte Konzept ins Spiel: Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.

Chojnacki weiß um Skepsis gegenüber diesem System, meint aber: „Die Benutzung ist Gewohnheitssache.“ Speziell für die breite Salzwedeler Straße regt er an, einen Radfahrstreifen anzulegen. Die jetzige Breite verleite Autofahrer zum Rasen. Schrader bringt darüber hinaus das Stopfen von Radweg-Lücken um Wittingen herum auf die Agenda – etwa in Verlängerung der Bunzlauer Straße. Im weiteren Umfeld solle die Politik sich für ein System einsetzen, auf dem Radfahrer nach Wolfsburg und anderen Zielen kommen. Außerdem in der Kritik von ADAC und Bürgern: der marode Gehweg in der Junkerstraße, ein dauerparkender Lkw auf der Uelzener Straße und der häufig durch parkende Autos eingeengte Gehweg vor dem „Cappuccino“. Schrader schlägt zudem eine Verlegung der Fußgängerampel am Umweg (vor „Hol ab“) vor: Die werde dort nach seiner Beobachtung kaum genutzt und sei sinnvoller aufgehoben am Übergang von der Gustav-Dobberkau-Straße zum Grünen Weg. Dort kreuzten viele Schüler den Umweg, es sei schon zu einem Unfall gekommen – und die Stelle liege nicht in der Tempo-30-Zone.

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