Für Strecke Knesebeck-Emmen läuft noch das Planfeststellungsverfahren

Radwegbau ab August?

Zwischen Knesebeck und Emmen sollen Radfahrer ab 2018 einen Radweg vorfinden. Auf der Kanalbrücke werden sie die Fahrbahn mitbenutzen müssen.
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Zwischen Knesebeck und Emmen sollen Radfahrer ab 2018 einen Radweg vorfinden. Auf der Kanalbrücke werden sie die Fahrbahn mitbenutzen müssen.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Knesebeck/Emmen. Voraussichtlich im August sollen die Bauarbeiten für den Radweg an der K 123 zwischen Knesebeck und Emmen beginnen. Dies sei das Ziel, teilte Landrat Dr. Andreas Ebel auf IK-Anfrage mit. Die Bauzeit werde auf fünf Monate geschätzt.

Der Bau des Radwegs wird seit vielen Jahren diskutiert – auch, weil die Strecke als gefährlich für Radfahrer gilt. Das wurde vor einigen Jahren sogar von einem ein polizeiliches Gutachten bestätigt. Daraufhin hatten die Gemeinde Hankensbüttel und die Stadt Wittingen sich entscheiden, das Projekt – das in Zuständigkeit des Landkreises liegt – vorzufinanzieren (das IK berichtete).

Im Moment, so Ebel, werde im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt. Der wird dann mit weiteren Planungsunterlagen den Trägern öffentlicher Belange und anderen Beteiligten zur Stellungnahme übersandt.

Die Baukosten belaufen sich nach einer Kostenberechnung auf rund 1,96 Millionen Euro. Hinzu kommen laut Ebel noch Kosten in Höhe von 239 000 Euro für Planung, Grunderwerb, Ausgleichsmaßnahmen und Umweltplanung. Insgesamt geht es also um rund 2,3 Millionen Euro, wobei auf Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gehofft wird. Der Landkreis will den beiden Kommunen ihre vorgestreckten Anteile im Haushaltsjahr 2018 zurückzahlen.

Engpass bei dem Bauvorhaben ist die Brücke über den Elbe-Seitenkanal. Die kann nicht verbreitert werden. Wer sein Fahrrad nicht durch den schmalen Gang am Brückengeländer schieben will, nutzt auch künftig die Fahrbahn, die Planer sprechen von „Mischverkehr“. Auf dem Damm zur Brücke hin soll die Fahrbahn verbreitert werden, Radfahrer sollen dort dann einen markierten Streifen nutzen können.

In Knesebeck und Emmen schließt der Radweg jeweils an den vorhandenen Gehweg an. In Emmen soll dafür im Herbst noch ein Baum gefällt werden, so Ebel. In Wunderbüttel gelte wie auf der Brücke: Mischverkehr. Ob dort Schutzstreifen eingerichtet werden, sei noch von der Straßenverkehrsbehörde zu klären.

Der Landkreis will sein Radwegenetz an Kreisstraßen sukzessive weiter ausbauen. Vom 28. Juni des letzten Jahres datiert eine aktualisierte Prioritätenliste für den Radwegebau, die der Kreisausschuss beschlossen hat. Die Top 5 beinhalten ein Projekt im Nordkreis: 1. K 54 Groß Schwülper- Landkreisgrenze bei Neubrück; 2. K 104 Groß Schwülper-Walle; 3. K 61 Meine-Abbesbüttel; 4. K 42 Päse-B 188; 5. K 11 Hankensbüttel-K 12.

Zuvor sollen aber nach Ebels Angaben erst noch Radwege aus der Prioritätenliste von 2010 realisiert werden – der Zeithorizont dafür umfasst noch mehrere Jahre:

• K 66.1 Isenbüttel-Ausbüttel (Beginn in Abhängigkeit vom Ausbau der B 4)

• K 28 Ortsumgehung Weyhausen (Beginn nach Bau der Ortsumgehung)

• K 101 Bokensdorf-Jembke (soll nach Realisierung der A 39 gebaut werden)

• K 54 Rethen - Adenbüttel (Planung 2019, Bau 2020).

Von Holger Boden

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