Radweg nach Zasenbeck

Radfahren an der B 244 ist nicht ohne Risiko – auch wegen des Schwerlastverkehrs. Ein Radweg soll die Strecke von Wittingen bis Zasenbeck sicherer machen. Foto: Boden

Wittingen/Zasenbeck. Offenbar in absehbarer Zeit soll das Radwegenetz im Wittinger Stadtgebiet entscheidend verbessert werden: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant den Bau eines Radweges zwischen Wittingen und Zasenbeck.

Die Trasse soll auf der Ostseite der Bundesstraße 244 vom Wittinger Ortsausgang über Suderwittingen und Ohrdorf nach Zasenbeck führen. In den jeweiligen Ortschaften soll der Radweg an den vorhandenen Gehwegen enden. Ein Ausbau in Suderwittingen und Ohrdorf ist nicht vorgesehen.

Mit dem Projekt entspricht die Wolfenbütteler Landesbehörde den jahrelangen Rufen aus der Region nach einem Ausbau des Radwegenetzes. Im Wittinger Rathaus fragt man sich allerdings, warum nicht auch gleich Radenbeck als südöstlichster Ort im Stadtgebiet mit angeschlossen wird.

Eine Frage, die die Verantwortlichen den Behördenvertretern auch bei einem Abstimmungstermin gestellt haben. Antwort: In Wolfenbüttel werte man den Abschnitt Wittingen-Zasenbeck als „überschaubar“ – gemeint sind mit diesem Attribut vermutlich in erster Linie die Kosten. Stadtbürgermeister Karl Ridder zeigte sich von der Begründung in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses nicht überzeugt und kündigte an, dass die Stadt sich für einen Ausbau bis Radenbeck einsetzen werde.

Ob das Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Noch ist nicht einmal klar, wann gebaut wird. Bauamtsleitser Albert Soltau hat die Information, dass im Sommer Näheres zum Zeitplan bekannt werden soll. Für die zweite Jahreshälfte sei der Antrag auf Planfeststellung vorgesehen. Dann muss das Projekt freilich auch noch in die Finanzplanungen des Landes passen.

Klappt alles, und der Radweg wird eines Tages eröffnet, dann werden Radfahrer auf einer 2,50 Meter breiten Fahrbahn zwischen Wittingen und Zasenbeck unterwegs sein können, getrennt von der Straße durch einen mindestens 1,75 Meter breiten Seitenstreifen oder den Straßengraben. An den Ortseingängen sollen drei Meter breite Fahrbahnteiler für Verkehrsberuhigung sorgen und den Radfahrern sicheren Anschluss an die bestehenden Wege bieten.

Von Holger Boden

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