Planungskosten für Strecke Knesebeck-Emmen im Kreisetat / Brücke kann Problem werden

Radweg an K 123 vielleicht 2016

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Durch diese hohle Gasse müsste man radeln: Neben der Fahrbahn wird es auf der Wunderbütteler Kanalbrücke eng.

Knesebeck/Emmen. Die Strecke von Knesebeck nach Emmen ist für Radfahrer nicht ungefährlich – das wurde vor einigen Jahren sogar offiziell von der Polizei bestätigt.

Nun ist für alle, die dort in die Pedale treten wollen oder müssen, Licht am Horizont: Im Etat des Landkreises für 2014 stehen Planungsgelder für einen Radweg.

Eine Planung ist allerdings noch kein Bau. Der ist nach Angaben des zuständigen Fachbereichsleiters beim Landkreis, Alexander Wollny, derzeit für 2016 vorgesehen. Mit den in solchen Fällen üblichen Vorbehalten: „Vorausgesetzt, die Finanzierung steht“, betont Wollny.

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Geld für Radweg fließt

Das heißt: Alle Radweg-Fans müssen hoffen, dass der Landkreis in zwei Jahren genug Geld für das Projekt an der Kreisstraße 123 hat. Weil dabei auch auf Zuschüsse gesetzt wird, wird die Realisierung des Vorhabens auch davon abhängen, ob die so genannten GVFG-Mittel fließen (projektbezogene Gelder nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, die vom Bund über das Land an die Kommunen durchgereicht werden).

Was der fast acht Kilometer lange Radweg an der K 123 kosten wird, ist laut Wollny noch völlig offen. Fest steht erst einmal nur, dass für die Planungskosten 110 000 Euro veranschlagt sind. Die Trasse birgt ein gravierendes Problem, das die Kosten in die Höhe treiben könnte: die Kanalquerung. Denn auf der Brücke bei Wunderbüttel ist kein Platz für eine ausreichend breite Fahrspur für Radfahrer.

„Da muss eine gute Idee her“, sagt Wollny, der sich mit Blick auf die Kosten nicht vorstellen kann, dass eine Extra-Brücke für Radler neben die bestehende gebaut wird. Schon die Gestaltung der Rampen beiderseits der Brücke sei „nicht ohne“ – da geht es beispielsweise um Vorschriften für maximale Steigungswinkel und wohl auch um zusätzliches Erdreich zur Stützung des Radwegs neben der Fahrbahn.

Innerhalb von Wunderbüttel wird nach Einschätzung von Wollny wohl kein Radweg gebaut. In Knesebeck setzt man darauf, dass durch einen Radweg auch der Grillplatz besser an den Ort angebunden wird. Allgemein gilt ein Radweg an der K 123 nicht nur als wünschenswerte Einrichtung für Freizeitradler, sondern auch für Arbeitnehmer, die per Fahrrad etwa ihren Job in Knesebeck erreichen müssen.

Reinhard Preuß, der bei der Polizeiinspektion Gifhorn die Unfallstatistiken betreut, würde den Bau begrüßen: „Grundsätzlich sollten außerorts Radwege angelegt werden.“ Die Kreisstraße 123, auf der vor einigen Jahren ein Radfahrer von einem Fahrzeug erfasst wurde, sei „nicht sonderlich breit“ und daher für Radfahrer „unangenehm zu fahren“.

Von Holger Boden

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