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Radweg an der B 244 kommt in Reichweite

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Von: Holger Boden

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Ein Vorfahrtschild steht an der Bundesstraße 244 bei Ohrdorf, im Hintergrund ist ein Windrad zu sehen.
Radweg und mehr: Die B 244 zwischen Wittingen und Benitz wird in den nächsten Jahren zum Schauplatz reger Bautätigkeit. © IK-Archiv

Wittingen/Zasenbeck – Hoffnung für alle, die seit Generationen einen Radweg an der B 244 im südöstlichen Stadtgebiet herbeisehnen: Für den Abschnitt Wittingen-Zasenbeck liegt Baurecht vor. Daneben dürften an der Bundesstraße in den nächsten Jahren noch mehrere andere Baustellen anstehen.

Der Planfeststellungsbeschluss für einen Radweg zwischen Wittingen und Zasenbeck liegt der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfsbüttel „seit ein paar Wochen vor“, wie deren Leiter Michael Peuke jetzt auf IK-Anfrage bestätigte. Eigentlich habe man vorher mit einem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für das Teilstück Zasenbeck-Benitz gerechnet, das sei nun wohl für 2023 zu erwarten.

Können nun also zwischen Wittingen und Zasenbeck demnächst die Bagger rollen? Ganz so einfach ist es offenbar noch nicht: „Wir brauchen Grundstücke und Geld“, sagt Peuke. Die nötigen Haushaltsmittel für Radwege zu bekommen, gehe erfahrungsgemäß „relativ schnell“, beim Grunderwerb entlang der B 244 stehen allerdings noch Verhandlungen aus. Schon vor einiger Zeit habe es diesbezüglich mal einen Termin mit Anliegern gegeben, man werde nun wohl bald einen weiteren vereinbaren müssen.

Auf einen konkreten Termin, an dem der Startschuss für den Radwegbau fällt, will sich Peuke denn auch nicht festlegen. Zumal auf der selben Strecke auch Straßenbauprojekte geplant sind – die Sanierung von Ortsdurchfahrten wie auch einiger Fahrbahnen auf freier Strecke. Und da will die Behörde vermeiden, dass in relativ kurzen Abständen die Baufahrzeuge an einer Stelle zweimal aufkreuzen müssen. „Wir wollen die Bautätigkeit zusammenfassen und die Beeinträchtigung möglichst gering halten.“ Daher soll im Vorfeld eine enge Koordination mit anderen eventuell betroffenen Baulastträgern wie der Stadt Wittingen oder dem Wasserverband erfolgen.

Mit Vorbehalt nennt der Behördenleiter daher einen groben Zeitplan: Für 2024 habe man die Strecke Wittingen-Ohrdorf als ersten Bauabschnitt „ins Auge gefasst“. Mit Radwegbau, mit Sanierung der Suderwittinger Ortsdurchfahrt – und man denke dabei auch über eine Instandsetzung der Bundesstraße zwischen Wittingen und Suderwittingen nach. Gleich bis Zasenbeck zu bauen, werde wohl nicht funktionieren: „Wir können nicht alles gleichzeitig machen.“

Für den weiteren Verlauf der B 244 von Ohrdorf (wo die Ortsdurchfahrt ja derzeit bereits saniert wird) über Zasenbeck, Plastau und Radenbeck bis nach Benitz ist der Zeitplan derzeit noch unschärfer – „in den Folgejahren“, so formuliert es Peuke, werde man sich dieser Strecke annehmen.

Auch in der Brauereistadt selbst wird es mittelfristig zu Fahrbahnsanierungen kommen. Peuke: „Wir haben auch in der Wittinger Ortsdurchfahrt noch was vor.“ Das werde voraussichtlich Celler Straße, Bahnhofstraße und Hindenburgwall betreffen, auch das müsse aber alles noch mit dem Wasserverband und anderen Playern koordiniert werden. Ob es auch auf der B 244 in Richtung Hafen noch Handlungsbedarf gibt, das sei „derzeit noch offen“.

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