Schulausschuss votiert für Sanierung des Altbaus

Radenbecker Mensa bis 2021

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Erschwerte Bedingungen: Weil neben seinem Parteikollegen Christian Hinze-Riechers, der kürzlich sein Mandat zurückgegeben hatte, auch Eckhard Meyer fehlte, stand der Schulausschuss ohne Vorsitzenden und Stellvertreter da. Der Erpensener CDU-Mann Hermann Lahmann stellte sich als „Ersatz für den Ersatz“ zur Verfügung – und bewahrte in einer von technischen Pannen geprägten Sitzung Ruhe und Übersicht.

Wittingen/Radenbeck – Die Diskussion fand unter erschwerten Bedingungen statt – doch der Wittinger Schulausschuss einigte sich am Mittwochabend im Rathaus vergleichsweise schnell auf eine Sanierungs-Variante für den Altbau der Radenbecker Grundschule.

Der Hintergrund ist, dass die Schule Platz benötigt, um eine Mensa unterzubringen.

Einstimmig votierte der Ausschuss für eine Altbau-Sanierung für rund 380.000 Euro. Architekt Joachim Grahn hatte zwei weitere Alternativen zur Auswahl vorgelegt: einen Anbau an der Westseite, der mit insgesamt 445.000 Euro zu Buche schlagen würde, und einen „Anbau Süd“ für insgesamt 525.000 Euro.

Die Schule selbst stand den diversen Varianten offen gegenüber. Schulleiterin Sylvia Lösche sagte, jede der vorgestellten Alternativen habe ihre Vorteile.

Hermann Lahmann (CDU), der die Sitzung leitete, schlug zunächst vor, die Sache noch einmal in den Fraktionen zu diskutieren. Als dann aber alle Seiten signalisierten, eine schnelle Entscheidung treffen zu können und zu wollen, zeigte sich große Einigkeit für den Ausbau des Bestandsgebäudes, ohne Anbau. Unter anderem hieß es, man wolle die Schaffung zusätzlicher Bausubstanz und damit langfristig erhöhten Unterhaltungsaufwand vermeiden.

Für die Mensa soll ein Speiseraum mit 40 Plätzen entstehen, dazu eine Ausgabe, eine Küche, ein Raum für die Geschirr-Reinigung und ein WC.

Dass das Bauvorhaben nächstes Jahr schon abgeschlossen werden kann, hielt Grahn für unrealistisch. Der Ausschuss einigte sich daher darauf, 180.000 Euro für das Projekt im Haushalt 2020 anzusetzen und die restlichen 200.000 Euro als Verpflichtungsermächtigung für 2021 festzuschreiben.

VON HOLGER BODEN

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