Container-Kita an der Wittinger Spittastraße vor der Fertigstellung / Solider Eindruck

595 Quadratmeter Kinderland

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Auch in Knesebeck wurde über die letzten Wochen an der Container-Kita geschraubt, am 1. Februar soll der Betrieb starten. swk

Wittingen/Knesebeck. Ist man erstmal drin, dann fühlt sich das gar nicht mehr an wie ein Container: In Wittingen ist die neue Kindertagesstätte St. Stephanus 2 an der Spittastraße fast fertiggestellt, am nächsten Montag sollen die Kinder einziehen.

Auch in Knesebeck wurde über die letzten Wochen an der Container-Kita geschraubt, am 1. Februar soll der Betrieb starten. swk

Die Räume machen einen soliden und warmen Eindruck. Das IK konnte gestern einen ersten Blick in die aus 35 Modulen zusammengesetzte Kita-Landschaft neben der IGS werfen. Ein langer, breiter Flur verbindet die Türen von drei Gruppenräumen und einem Bewegungsraum. Hinzu kommen Garderoben, Küche, WC, Besprechungsraum, Mitarbeiterraum, Büro für die Leiterin und Räume für Material und Haustechnik. Insgesamt nach Angaben der Stadt 595 Quadratmeter, weitgehend als PVC-Boden in Laminat-Optik gestaltet. An den Wänden hängen Elektro-Heizkörper.

Die Container-Anlage mit ihrem überdachten Eingang soll bis nächsten Montag fertig sein. Stadtbürgermeister Karl Ridder und sein Mitarbeiter Oliver Lindwor nahmen gestern die künftige Krippe (oben r.) und die übrigen Räume in Augenschein.

„Ich bin sehr angetan“, sagte gestern Nachmittag Stadtbürgermeister Karl Ridder, der sich mit seinem Mitarbeiter Oliver Lindwor ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten machte. Für drei Jahre ist die Nutzung der Kita-Container genehmigt, zwei Jahre hat die Stadt schriftlich, das dritte Jahr laut Lindwor bislang nur mündlich. Fast erscheint es schade – so gestern auch der Eindruck des Stadtoberhauptes –, die Anlage dann wieder abzubauen. Die Container, das ist der Plan der Politik, sollen dann verkauft werden.

Auch in Knesebeck wurde über die letzten Wochen an der Container-Kita geschraubt, am 1. Februar soll der Betrieb starten. swk

Insgesamt 1,77 Millionen Euro investiert die Stadt derzeit in die neuen Kapazitäten für die Kinderbetreuung, davon 1,03 Millionen Euro in Wittingen und 740 000 Euro in die Containeranlage auf dem Knesebe-cker Schulsportplatz. In diesen Kosten ist laut Ridder auch die Herrichtung der Außenanlagen inbegriffen. So wird der Wittinger Container auf seinem rund 4300 Quadratmeter großen Gelände komplett eingezäunt, Spielgeräte für draußen sind schon bestellt. Wenn die Betreuung am 15. Januar losgeht, werden sie noch nicht stehen – für die Herrichtung des Freigeländes wartet man auf stabile Wetter- und Bodenverhältnisse.

Die Container-Anlage mit ihrem überdachten Eingang soll bis nächsten Montag fertig sein. Stadtbürgermeister Karl Ridder und sein Mitarbeiter Oliver Lindwor nahmen gestern die künftige Krippe (oben r.) und die übrigen Räume in Augenschein.

Drinnen sind die Gruppenräume mit je einer Küchenzeile, eigenen Toiletten und Schlafräumen ausgestattet. Die Türen bieten Klemmschutz für kleine Kinderhände. Eine der Kindergartengruppen wird als Integrationsgruppe eingerichtet und hat laut Lindwor 18 Plätze. Daneben gibt es eine 25er Gruppe sowie eine Krippengruppe mit 15 Kindern. In den Knesebecker Container-Neubau, der am 1. Februar eröffnet werden soll, ziehen zwei Krippengruppen mit je 15 Kindern ein. „Wir haben damit den angemeldeten Bedarf abgedeckt, und es ist noch ein bisschen Luft nach oben“, sagt Ridder. Gleichwohl ist er mit seinen Mitarbeitern gespannt darauf, wie die Zahlen nach der nächsten Anmeldungsrunde Ende Januar aussehen.

Von Holger Boden

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