QiN: Sechs Monate Zeit

Soll mit QiN attraktiver werden: die Wittinger Innenstadt.

bo/dpa Wittingen/Duderstadt. Wittingen ist nun offiziell bei QiN dabei. Die Stadt und 19 weitere niedersächsische Initiativen zur Belebung von Ortskernen sind Sieger im Wettbewerb „Quartiersinitiative Niedersachsen 2010“ und erhalten vom Land Zuschüsse von bis zu 40 Prozent der Projektkosten.

Die niedersächsische Sozial- und Bauministerin Aygül Özkan (CDU) verlieh gestern an Vertreter der teilnehmenden Städte die Auszeichnungen für die erfolgreichen Bewerbungs-Konzepte. Die Quartiersinitiative, für die das Land in diesem Jahr eine Million Euro bezahle, trage zum Umdenken und zur Stärkung der Innenstädte bei, sagte Özkan. Dabei gestalteten Bürgerinnen und Bürger die Stadtentwicklung aktiv mit.

Ob das in Wittingen so sein wird, bleibt abzuwarten. Nach Angaben von Günter Kruse, der das Wirtschaftsamt der Stadt leitet und gestern mit dem stellvertretenden Bürgermeister Friedrich Lührs in Duderstadt dabei war, soll in einer Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am 29. September das weitere Vorgehen festgelegt werden. Die Stadt wird dann die Aufgabe haben, verschiedene Akteure wie Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer zusammenzubringen. Als ein Ziel gilt es, in der Innenstadt Gewerbeflächen zu schaffen, die groß und attraktiv genug für Neuansiedlungen sind.

Viel Zeit gibt es nicht zu verlieren: Der Wettbewerbserfolg bringt der Stadt zunächst eine Fördersumme von höchstens 18 000 Euro, damit für maximal 45 000 Euro Gesamtkosten in einem halbjährigen Vorstadium die Weichen gestellt werden können – die Zeit läuft vom 1. Oktober bis 31. März. Ob es danach weitergeht, liegt nicht nur an den Akteuren vor Ort: QiN steht offenbar im Rahmen der Haushaltsberatungen des Landes zur Disposition, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Niedersachsen hat im Zusammenhang mit QiN seit dem Jahr 2007 insgesamt 48 Projekte gefördert. Bundesweit steht das Land nach Angaben des Sozialministeriums damit an der Spitze.

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