QiN: Gute Resonanz zum Auftakt

Wittingen. – Von Holger Boden. Der Start macht Mut: Zur QiN-Auftaktveranstaltung kamen am Montagabend über 50 Interessierte in den kleinen Saal der Wittinger Stadthalle. Eine Resonanz, die Thorsten Rohé vom Institut CBM zwar erhofft, aber nicht unbedingt erwartet hätte.

Über 50 Wittinger wollten sich also zumindest einmal anhören, wie die Zukunft von Wittingens Innenstadt geplant wird. Neben einer großen Zahl von Ratsmitgliedern, deren Interesse an diesem wichtigen Projekt erwartet werden darf, waren auch viele Vertreter aus Handel und Gewerbe dabei, aber auch mehrere „Normalbürger“ – die, um deren Mitarbeit es den Verantwortlichen bei CBM und im Rathaus auch geht.

„Wir haben es richtig gemacht, den Förderbescheid nicht zurückzugeben“, meinte denn auch Stadtbürgermeister Karl Ridder mit Blick auf den Zuspruch. Die Arbeitskreise, das sei die andere gute Nachricht, seien „fast komplett“. Deren intensive Arbeit beginnt am 10. Januar. Im Februar und im März gibt es weitere Treffen, bei Bedarf werden zusätzliche Termine eingeschoben.

Für alle, die sich um die Innenstadt Sorgen machen, hatte Rohé zusätzliche Motivation parat: „Die Situation ist nicht so schlecht, wie man anhand der Leerstände immer denkt.“ Dass aber Handlungsbedarf im Sinne einer zukunftsfähigen Innenstadt ist, das hatte der Fachmann schon im Vorfeld deutlich gemacht (das IK berichtete).

Die CBM-Experten haben in ihrer vorgeschalteten Analyse des Wittinger Einzelhandels 53,1 Prozent der Akteure als „gut“ oder „konkurrenzfähig“ eingestuft. Das klingt gut, bedeutet aber gleichzeitig, dass rund 30 Prozent in die Kategorie „Leerstand“ oder „nicht konkurrenzfähig“ fallen. Dazwischen liegen gut 16 Prozent, die nach dem Urteil der Fachleute als „bedingt konkurrenzfähig“ gelten – und diese Gruppe ist für Rohé einer der entscheidenden Hebel, an denen angesetzt werden kann, um Wittingen attraktiver zu machen.

Bei CBM will man auf der Grundlage von Fakten eine ehrliche, nicht beschönigende Diskussion. Einige Flächen seien in ihrem jetzigen Zustand schlicht nicht vermietbar, und auch eine „Reduktion“ sei nicht auszuschließen, hieß es. Heißt: Das eine oder andere Geschäft könnte trotz des QiN-Prozesses kaum Zukunftschancen haben.

Rohé gab sich kämpferisch: „Wir wollen erreichen, dass die Leute hier einkaufen und nicht in Gifhorn oder Uelzen.“ Ein gut angebundenes Einkaufszentrum sei dabei kein „Stolperstein“, sondern könne helfen, das Potenzial der Innennstadt auszubauen.

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