Ohrdorfer weihen Feuerwehrgerätehaus ein / Neues Tragkraftspritzenfahrzeug für Kameraden

„Punktlandung“ bei den Kosten

Fahrzeugübergabe: Frank Müller (v.l), Volker Matte, Karl Ridder, Stadtbrandmeister Heinrich Kruse und Jürgen Werner. Fotos: Kayser

Ohrdorf. Ein Bauvorhaben, das bereits im Juli 2004 auf der Agenda des Ortsrates Ohrdorf gestanden hatte (das IK berichtete) und dem im Laufe der Zeit von verschiedenen Seiten ein heftiger Gegenwind entgegengeschlagen war, ist am Sonnabend Realität geworden.

Mit einem feierlichen Akt ist die neue Fahrzeughalle und das umgebaute und sanierte alte Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Ohrdorf offiziell in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr gestellt worden.

Damit habe eine zwar nicht unendliche, doch immerhin lange Geschichte, besonders in der politischen Meinungsbildung und Entscheidung im Vorfeld der zu verwirklichenden Baumaßnahme, ihr Ende gefunden, sagte Stadtoberhaupt Karl Ridder bei der Einweihungsfeier vor vielen Gästen. Anfangs sei es vorrangig um eine Ersatzbeschaffung für ein neues Fahrzeug gegangen, doch um die geplante Anschaffung realisieren zu können, sei ein neues Gebäude notwendig geworden, sodass die Feuerwehr nach langem „hin und her“ auf einen Schlag eine neue Fahrzeughalle, einen sanierten Altbau und ein nagelneues Tragkraftspritzenfahrzeug erhielt.

Die feierliche Übergabe ist ein besonderer Tag für das Dorf, sagte Ridder. „Ich darf ein stattliches und gelungenes Gebäude übergeben, fügte der Bürgermeister hinzu, der die Relevanz des Feuerwehrobjektes hervorhob. Dieses verbessere das Feuerwehrwesen für den Brandschutz entscheidend. Nicht nur im Dorf, sondern auch in der Stadt Wittingen, sagte Ridder.

Das übergebende Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) – Baujahr 2011 - ist größer und kompakter als das alte, dessen Instandsetzung aufwändig und kostenintensiv geworden wäre“, begründete Stadtbrandmeister Heinrich Kruse die Investition in das neue TSF auf VW Crafter- Fahrgestell mit einer Staffelbesetzung von sechs Kameraden.

Die Fahrzeughalle biete den zwei Fahrzeugen der Ortfeuerwehr genügend Platz, um auch in den Wintermonaten in der Halle an der Feuerwehrtechnik Dienst und Ausbildung versehen zu können, meinte Kruse.

Heinrich Backmeister, der mit Planung, Statik und Baudurchführung betraut war, ist überzeugt, dass sich das neue Gerätehaus positiv in das Dorfbild einfüge und einem kompletten Neubau in nichts nachstünde.

Der Planer nannte Eckdaten. Entstanden ist eine Nutzfläche von insgesamt 224 Quadratmetern. Das Erdgeschoss bietet Platz für Umkleide- und Sanitärbereiche, Abstellräume und Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge, während das Obergeschoss rund 50 Quadratmeter für Funktions- und Schulungsräume bietet. Die geplanten Kosten waren im Oktober 2008 mit 295 000 Euro errechnet worden und die Eigenleistungen der Feuerwehrkameraden mit 16 900 Euro beziffert.

Die tatsächlichen Kosten liegen laut Ridder aber „nur“ bei 289 500 Euro. „Das ist eine Punktlandung“, freute sich der Stadtbürgermeister, „Wir haben bei anderen Baumaßnahmen, auch bei Feuerwehrgerätehäusern, schon andere Dimensionen konstatieren müssen.“

Ortsbrandmeister Volker Matte, der von der Landtagsabgeordneten Ingrid Klopp mit dem Niedersachsenpferd geehrt wurde, gab die Eigenleistungen der Kameraden mit 1500 Arbeitsstunden an.

Matte dankte seiner Mannschaft und allen am Bau beteiligen Firmen und Bürgern. Der Feuerwehr-Chef hob vier Kameraden, die hervorragende Eigenleistungen erbracht hätten, besonders hervor: Guido Trautmann (Chef bei den Dacheindeckungsarbeiten), Hans-Heinrich Meier (federführend bei den Elektroinstallationsarbeiten), Detlef Brasch (Malerarbeiten) und Willi Fett.

Ingrid Klopp, Ortsbürgermeister Dirk Faust, Ortsbrandmeister Wilhelm Meyer, Pastor Dr. Frank Kleinschmidt und Feuerwehrausschuss-Vorsitzender Hartmut Schulze sprachen Grußworte. Im Anschluss wurde gefeiert.

Von Jürgen Kayser

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