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Probleme in Ohrdorfs Ortsdurchfahrt – Arbeit im ersten Bauabschnitt ruht

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Von: Holger Boden

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Ein Bagger steht auf der unfertigen, abgesperrten Ortsdurchfahrt in Ohrdorf.
Im ersten, südlichen Bauabschnitt ruhen die Arbeiten, weil noch Entscheidungen ausstehen. © Boden, Holger

Ohrdorf – Bei der Erneuerung der Kanalisation und der Ortsdurchfahrt in Ohrdorf sind mehrere Probleme aufgetreten. In einem Teilbereich der Straße ruhen deswegen die Arbeiten. Der Wasserverband Gifhorn als Auftraggeber der Kanalarbeiten geht jedoch nach Rücksprache mit der Firma Strabag davon aus, dass die Gesamtmaßnahme wie vorgesehen im Juli 2023 fertig wird.

Laut Wasserverbands-Geschäftsführer Andreas Schmidt ist zwischen Wasserverband und Strabag „unstrittig“, dass ein neu verbautes GFK-Rohr mit 50 Zentimetern Durchmesser „einen Mangel in Bezug auf das Material auf der Rohrinnenseite aufweist“. Wer dafür verantwortlich ist und wie dieser Mangel behoben werden soll, das wird derzeit geklärt. Diese Woche soll es dazu auch einen Ortstermin geben.

Schmidt kann derzeit noch nicht sagen, wie lange es dauert, bis eine Lösung gefunden ist. Weil als eine mögliche Alternative zur Mängelbeseitigung der komplette Austausch des Kanals im Raum steht, kann vorerst zwischen Pfingstberg und „Vor dem Busche“ der Bürgersteig nicht wiederhergestellt werden, und auch die Oberfläche der Fahrbahn kann noch nicht eingebaut werden.

Ein anderes Problem ist bei den Nebenanlagen aufgetreten. „Es hat sich gezeigt, dass die angrenzenden Borde nur stellenweise über ein Fundament und eine Rückenstütze aus Beton verfügen, deshalb keinen Halt haben und durch kleinste Erschütterungen umfallen“, erläutert Schmidt. Um die Borde neu setzen zu können, werde dahinter Arbeitsraum benötigt, es muss also Gehweg aufgenommen werden.

Dabei geht es großteils um S-Pflaster – und wenn dieses großflächig aufgenommen werden müsse, dann sei ein späterer Wiedereinbau bei kleinsten Verschiebungen nur schwer bis gar nicht möglich. Da die Nebenanlagen Sache der Stadt Wittingen sind, muss die Entscheidung über das weitere Verfahren im Rathaus fallen. Nach Angaben des Ersten Stadtrates Holger Schulz ist das noch nicht passiert, man bereite in dieser Sache derzeit einen Beschluss für den Verwaltungsausschuss vor.

Weil die Situation mit Blick auf den GFK-Kanal noch geklärt werden muss, hat die Firma Strabag laut Schmidt Arbeiten im zweiten Bauabschnitt vorgezogen. Das Unternehmen gehe, trotz Mehrarbeit, momentan davon aus, dass der Juli als Gesamt-Bauende zu halten ist.

Allerdings führt die aktuelle Situation dazu, dass die Oberflächen im ersten Bauabschnitt nicht, wie ursprünglich geplant, bis Weihnachten wiederhergestellt werden. Sie werden, so Schmidt, „lediglich winterfest gemacht“.

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