Stadt Wittingen beteiligt / Ziel: Synergieeffekte bei öffentlichen Aufträgen

Probelauf für zentrale Vergabe

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Karl Ridder

bo Wittingen/Gifhorn. Seit dem 1. Februar läuft eine sechsmonatige Probephase für eine zentrale Vergabestelle für öffentliche Aufträge im Landkreis Gifhorn. Der Landkreis tritt dabei als Dienstleister für die Kommunen auf. Ziel ist es, dass ab dem 1.

Oktober von der Kreisstadt aus die Vergaben für alle zehn Gebietseinheiten abgewickelt werden. An der Probephase nehmen zwei Gebietseinheiten teil – die Stadt Wittingen und die Samtgemeinde Isenbüttel.

Dr. Andreas Ebel

Laut Stadtbürgermeister Karl Ridder sollen in der Probephase jene Projekte über den Landkreis vergeben werden, die einen Schwellenwert von 25 000 Euro überschreiten. Hintergrund ist, wie auch Landrat Dr. Andreas Ebel auf IK-Anfrage ausführt, dass durch die Zentralisierung dieser Aufgabe nicht mehr in jedem Rathaus das fachliche Know-how für Vergaben vorgehalten werden muss – in einer Zeit, in der die Rechtslage dafür ohnehin immer komplexer wird.

Zudem werden Synergieeffekte angestrebt sowie eine kreisweit einheitliche Verfahrensweise im Hinblick auf die sogenannte E-Vergabe. Diese elektronische Vergabe ist laut Ebel ab dem 18. Oktober für alle öffentlichen Auftraggeber EU-weit verpflichtend, eine entsprechende Richtlinie wurde 2014 verabschiedet. Mit Vergabeverfahren über das Internet sollen Verfahrenskosten eingespart und mehr Transparenz für alle Marktteilnehmer geschaffen werden.

Ob ab dem 1. Oktober tatsächlich alle Gebietskörperschaften das Angebot einer zentralen Vergabestelle annehmen, hängt noch von den entsprechenden politischen Beschlüssen ab. Die Probephase soll dazu dienen, das Zusammenspiel zwischen den Rathäusern und der Vergabestelle einzuüben und den künftigen Personalbedarf sowie die entstehenden Kosten zu ermitteln. Die Kosten in der Probephase werden durch Wittingen und Isenbüttel fallgerecht erstattet.

Ebel ergänzt, dass von einer zentralen Vergabestelle auch Vorteile für die Unternehmen erwartet werden, die sich um Aufträge bewerben. Die hätten dann künftig nur noch einen Ansprechpartner anstelle von zehn Gebietskörperschaften und diversen Mitgliedsgemeinden.

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