Diskussion über Modernisierung soll auf breite Basis gestellt werden

Planspiele fürs Knesebecker Strandbad

Das marode Nichtschwimmerbecken im Strandbad gab im Sommer den Geist auf. Diese Kinder fanden das im Juni gar nicht gut. Ein neues Becken für den Nachwuchs soll nun möglichst schnell geschaffen werden.
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Das marode Nichtschwimmerbecken im Strandbad gab im Sommer den Geist auf. Diese Kinder fanden das im Juni gar nicht gut. Ein neues Becken für den Nachwuchs soll nun möglichst schnell geschaffen werden.

Knesebeck. Das Knesebecker Strandbad soll bis 2020 in vielerlei Hinsicht ein neues Gesicht bekommen.

Wie die Modernisierung im Detail aussehen soll, ist noch offen – Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt (SPD) kündigte jetzt in der Ortsratssitzung an, die Diskussion darüber auf eine breite Basis zu stellen.

„Wir wollen uns mit allen Beteiligten zusammensetzen und Ideen sammeln“, sagte Kabrodt. Alle Beteiligten – dazu zählen dem Vernehmen nach unter anderem der Ortsrat, der Strandbad-Förderverein und das Bündnis „Wir für Knesebeck“. Im Januar könne man bei einem Gesprächstermin die Überlegungen für ein Gesamtkonzept einleiten, so Ortsratsmitglied Thomas Knöfel (FWG).

Die bisherigen Gedankenspiele drehen sich um ein neues Kinderbecken, einen Wasserspielplatz und die Neugestaltung des Nichtschwimmerbereiches. Beim Kinderbecken, das in der abgelaufenen Badesaison zeitweise ausfiel und provisorisch repariert wurde, gilt Eile geboten. „So schnell, wie es geht“, wolle man das neue Becken bauen, sagt Kabrodt.

Drei Konzepte sind dafür schon mal durchgerechnet worden, alle lagen sie nach Angaben des Ortsbürgermeisters bei den Kosten im Bereich von rund 1 Million Euro. Das werde man im städtischen Haushalt aber wohl nicht durchkriegen, deshalb soll nun eine andere Variante her. Ein Planer stellt dem Ortsrat und dem Förderverein dafür in der nächsten Woche Ideen vor.

Von der CDU kam im Ortsrat der Antrag, für den Umkleide- und Sanitärbereich ein neues Gebäude zu schaffen, damit diese Räume aus dem bestehenden Funktionsgebäude ausgelagert werden können. Das verschaffe dann auch dem Pächter der Gastronomie mehr Platz, erläuterte Ratsmitglied Eckhard Meyer. Das neue, zusätzliche Gebäude könne an Stelle des sogenannten „Fuckner-Hauses“ errichtet werden, das zum Abriss vorgesehen ist.

Für die Vertreter von SPD und FWG kam der Vorstoß zu früh. Er könne das „ein Stück weit unterstützen“, sagte etwa Hans-Heinrich Koch (SPD), doch solle vor einer Entscheidung erst ein Gesamtkonzept her. Knöfel sah das genauso. Meyer hielt dem entgegen, mit einer Verbesserung der Raumsituation „vertun wir uns nichts“. Bei 2:3 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Komplette Ablehnung der CDU-Idee formulierte Andrea Harms (FWG) als beratendes Mitglied. Für die Badegäste sehe sie mit dem derzeitigen Umkleidetrakt „ideale Bedingungen“. Auf dem Grundstück Fuckner hingegen müsse man erst für viel Geld ein barrierefreies Angebot schaffen.

Von Holger Boden

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