Mittelachse statt Ringstraße

Pläne für ehemaliges OHE-Gelände

Ein großer Teil des OHE-Geländes soll zu einem Gewerbegebiet werden.
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Ein großer Teil des OHE-Geländes soll zu einem Gewerbegebiet werden.

bo Wittingen. Während am Wittinger Bahnhof die Arbeiten für die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes voranschreiten (das IK berichtete), hat der Wirtschaftsausschuss die Planungen für das künftige Aussehen der benachbarten ehemaligen OHE-Fläche vorangebracht.

Das dort geplante Gewerbegebiet soll durch eine Mittelachse erschlossen werden.

Diese Festlegung war nach Angaben der Stadtverwaltung notwendig, um in eine Bauleitplanung für das Areal einsteigen zu können. Ein Verfahren, das unbedingt auch die noch in DB-Besitz befindliche Fläche von rund 10 000 Quadratmeter einschließen solle, mit der die Stadt ihr Gewerbegebiet zur Bahntrasse hin gern arrondieren würde, wie CDU-Fraktionschef Uwe Hoppmann forderte. Noch ist offen, ob die Stadt Zugriff auf diesen Teilbereich der DB-Besitzungen am Bahnhof bekommt. Für die Bauleitplanung sei das aber unerheblich, hieß es.

Während CDU und Grüne sich für die Mittelachse aussprachen und diese Variante auch mit 5 zu 3 Stimmen durchsetzten, wünschten sich Vertreter von SPD und FWG eine Ringstraße zur Erschließung des Gebietes. Friedrich Lührs (FWG) sagte, das sei zwar teurer, man könne aber kompaktere Grundstücke zuschneiden – das sei vermutlich attraktiver für Investoren. Bei der Mittelachsen-Variante schaffe man eher längliche Grundstücke. Eckhard Meyer (CDU) und Bürgervertreter Jörg Friedrichs sahen dagegen auch mit einer Mittelachse noch ausreichend Freiheit bei der Parzellierung. Hoppmann verwies darauf, dass eine äußere Ringstraße zwingend voraussetze, dass die Stadt das DB-Grundstück erwerben kann – was aber nicht sicher sei. Lührs wandte dazu ein, dass die Erschließungsstraße erst gebaut werde, wenn Gewerbeflächen verkauft sind. Bis dahin könne realistischerweise auch Klarheit über die DB-Fläche herrschen.

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