Parkähnliche Anlage?

Der Lack ist ab: Laternenpfahl am Junkerhof.

Wittingen - Von Holger Boden. Morgen tagt der Wittinger Ortsrat. Ein Thema, das nicht auf der Tagesordnung steht, ist der Zustand der Anlagen rund um den Junkerhof – und das stößt im Beirat für Stadtbildpflege des Heimatvereins auf Kritik.

Ortstermin zwischen Krankenhaus und Junkerteich: Jochen Bellin und Friedhelm Kluge sind da, dazu auch der zweite Vorsitzende des Heimatvereins, Horst Meier. Auch Ortsratsmitglied Wolf-Ingo Bellin (CDU) schaut kurz vorbei. Zunächst geht es Kluge und Jochen Bellin um

die Bürgermeister Heins-Straße: Die solle doch eigentlich saniert werden, meint Jochen Bellin. Grund für die Nicht-Sanierung war zunächst, dass man den Bau des Krankenhauses abwarten wollte, doch das ist längst erledigt. Also freie Bahn? „Seit zwei Jahren passiert gar nichts“, schimpft Jochen Bellin, dabei gebe es seit September 2008 einen entsprechenden Beschluss. „Wir müssten das in der Tat besser verfolgen und abarbeiten“, meint Wolf-Ingo Bellin selbstkritisch, bevor er weiter muss. An der Reihe ist nun

das Waterloo-Denkmal: Hier finden Kluge und Jochen Bellin, dass das Monument vor dem Krankenhaus ein wenig Pflege gebrauchen könnte. „Der Baum da ist abgängig“, bemängelt Kluge, die gesamte Anlage könne sich schöner präsentieren. An der Gustav-Dobberkau-Straße fallen zudem einige

Straßenlaternen durch abgeblätterte Farbe auf. Hier und da Sägespäne auf der Erde. „Wer abholzt, muss auch nachpflanzen“, kommentiert Bellin. Eigentlich sei das ganze doch „so eine schöne Anlage“. Schließlich sei der gesamte Bereich rund um Klinik und

Junkerteich in den 90er Jahren als „parkähnliche Anlage“ geplant gewesen, allerdings werde sie dieser Bezeichnung derzeit nicht gerecht.

Stadtbürgermeister Karl Ridder sagte gestern auf IK-Nachfrage, dass der Ausbau der Bürgermeister-Heins-Straße in der Tat „aufs Schild gehoben“ werden müsse, wenn der Ausbau Beschlusslage sei. Für die Stadt wird das nicht billig – sie ist dort Hauptanlieger und kann kaum Kosten auf Anwohner umlegen.

Mit Blick auf die Anlage rund um den Junkerhof meint Ridder, es habe sich im letzten Jahr „einiges verbessert“. Dem Heimatverein gebühre ein großes Lob für die Pflege des unmittelbaren Bereichs rund um das historische Gebäude.

Dass dennoch auch die Stadt in dem parkähnlichen Bereich gefordert sei, sei klar. Ridder verweist aber darauf, dass die Saisonkräfte, die den Bauhof unterstützen, erst seit knapp einer Woche wieder im Einsatz seien. „Und bei 25 Ortschaften geht nun mal nicht alles gleichzeitig, da muss ich um Verständnis bitten.“

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