Mögliche Neuansetzung

Osterfeuer im Herbst? Wittinger Stadtbürgermeister sieht das kritisch

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Osterfeuer 2019 in Zasenbeck: Ob es in diesem Jahr einen Nachholtermin im Stadtgebiet geben soll, das muss auf städtischer Ebene noch entschieden werden. Vorerst sind solche Treffen gar nicht erlaubt.

Wittingen – Wird es einen Ersatztermin für die abgesagten Osterfeuer im Wittinger Stadtgebiet geben? Denkbar ist das, Stadtbürgermeister Andreas Ritter sieht aber einige Fragezeichen bei einer möglichen Neuansetzung.

Nach einem Erlass des niedersächsischen Innenministeriums können Brauchtumsfeuer zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, pro Kommune ist dabei ein gemeinsamer Termin festzulegen. Für Wittingen würde das bedeuten, dass in jedem Ort, der das will, ein „Osterfeuer“ lodern darf, aber eben alle am selben Abend.

Ritter sagt: „Ich sehe das kritisch.“ Die Frage sei, ob ein verschobenes Osterfeuer noch Sinn mache. Vor allem mit Blick auf einen möglicherweise erneut sehr trockenen Sommer verbiete sich vermutlich die Ausrichtung in der warmen Jahreszeit schon aus Gründen des Brandschutzes. Auch im Herbst könne die Lage noch ähnlich sein. Abzuwarten bleibt ohnehin, wann Versammlungen dieser Art wieder erlaubt sein werden.

Eine einsame Entscheidung aus dem Rathaus soll es nicht geben: Der Bürgermeister will diese Frage mit den Ortsbürgermeistern und -vorstehern abstimmen und die Veranstalter einbinden. Das sind in vielen Orten die Feuerwehren.

Ritter könnte sich vorstellen, die bereits gesammelten Haufen aus Strauchwerk schreddern zu lassen und dafür nach Möglichkeit einen Betrieb zu finden, der das kostenlos übernimmt. Dass die Berge nicht auf landwirtschaftlich benötigten Flächen liegen bleiben können, sei klar.

VON HOLGER BODEN

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