Autofahrer im Eichelkamp oft zu schnell

Ohrdorfer sauer auf Raser

+
Tempo 30: In Ohrdorf offenbar nicht leicht durchzusetzen.

bo Ohrdorf. Ohrdorf hat ein Tempo-Problem – zumindest, wenn es nach den Anwohnern des Eichelkamps geht. Der ist schon seit längerem Tempo-30-Zone, doch haben Bürger den Eindruck, dass sich viele Verkehrsteilnehmer nicht daran halten.

Und die kämen in der Regel selbst aus dem Ort.

„Bei mir wackelt ständig das Geschirr im Schrank“, sagte ein Anlieger in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ortsratssitzung. „Ich glaube, mancher rast da mit 80 Sachen durch.“

Natürlich ging es in der anschließenden Diskussion auch darum, dass die von Beobachtern gefühlte Geschwindigkeit oft höher liegt als das tatsächlich gefahrene Tempo, doch war man sich unter den 15 Zuhörern wie auch in den Reihen des Rates grundsätzlich einig, dass vielfach zu schnell gefahren werde. Ortsbürgermeister Christian Dalibor hat das Thema jedenfalls auf dem Schirm und ist deshalb nach eigenen Angaben auch schon bei der Polizei vorstellig geworden: „Ich beantrage öfters, dass da gelasert wird – aber dauerhaft hilft das leider auch nicht.“

Ein Bürger brachte bauliche Veränderungen am Straßenkörper ins Spiel, um Raser auszubremsen. Volker Matte plädierte derweil dafür, mit schärferen Geschwindigkeites-Kontrollen zu arbeiten: „Natürlich bringt das etwas. Wenn ich etwas anordne, dann muss ich es auch durchsetzen.“

Dalibor sagte zu, sich mit dem Wunsch nach mehr Tempomessungen erneut an die Polizei zu wenden. Teil der Mittelanforderungen für den Haushalt ist zudem ein großer „30“-Schriftzug für die Fahrbahn – in der Hoffnung, dass das Limit so sichtbarer und damit auch eingehalten wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare