Politik reagiert eher verhalten, weil Kita-Großprojekte in Wittingen und Knesebeck anstehen

Ohrdorfer Krippe – schnelle Lösung nicht in Sicht

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Mike Blaesing (l.) und Christian Dalibor haben den Stein ins Rollen gebracht – doch wohin wird er rollen?

Ohrdorf – Ortsbürgermeister Christian Dalibor und Kita-Leiter Mike Blaesing warben kürzlich dafür, auch in Ohrdorf eine Krippe einzurichten (das IK berichtete).

Dieser Wunsch wurde jetzt von einem Elternvertreter in der öffentlichen Sitzung des gemeinsamen Kita-Ausschusses von Stadt und Kirche bestätigt: Es sei erstrebenswert, auch in Ohrdorf den Übergang von der Krippe in den Kindergarten bieten zu können.

Der Erste Stadtrat Peter Rothe nannte das eine „löbliche Initiative“. Allerdings sei es unrealistisch, dass solch ein Vorhaben schon zum 1. August verwirklicht werden könnte. Generell gelte es, die Anmeldezahlen abzuwarten, um prüfen zu können, ob tatsächlich ein handfestes Interesse von Elternseite besteht. Bei Krippenanmeldungen werde von der Verwaltung durchaus registriert, ob die Erziehungsberechtigten aus Ohrdorf kommen.

Blaesing zeigte Verständnis dafür, dass es nicht allzu schnell gehen wird mit einer Krippe für Ohrdorf: „Das geht nicht von heute auf morgen – aber irgendwer muss den Weg beginnen.“

Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Stadtpolitik am Ende – Anmeldezahlen hin oder her – auch tatsächlich grünes Licht für eine Ohrdorfer Kleinkindbetreuung gibt. Sollte die Ausschuss-Sitzung ein Maßstab sein, dann dürfte die Reaktion insgesamt eher verhalten ausfallen. Christian Schroeder (Grüne) lenkte den Blick auf die ohnehin geplanten Investitionen im Kita-Bereich in Wittingen und Knesebeck: Man plane zwei große Neubauten – da müsse man sehen, ob die Krippe für Ohrdorf sinnvoll sei.

Zu dem Einwurf eines Vaters, dass man vielleicht mit einem Container eine kurzfristige Ohrdorfer Lösung schaffen könnte, meinte Joern Wolter (CDU), dass man eigentlich weg wolle von Übergangslösungen. Der Fokus liege jetzt auf den beiden großen Projekten, und für eine Ohrdorfer Krippe müsse es – wenn es denn dazu komme – ebenfalls eine nachhaltige Lösung geben.

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