Dalibor hofft auf weitgehende Synchronisierung aller Arbeiten

Ohrdorf: „Vollausbau“ im Jahr 2020

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Christian Dalibor (l.) und Vertreter der Straßenbaubehörde gestern beim Ortstermin: Die 90-Grad-Kurve gilt als Nadelöhr – immer wieder rammen Lkw diese Dachkante, trotz des Gehwegs zwischen Haus und Fahrbahn. 

Ohrdorf – Wann bekommt Ohrdorf eigentlich die neue Fahrbahn in der Ortsdurchfahrt? Und sind die Pläne aller beteiligten Behörden abgestimmt, oder stehen dem Ort nacheinander mehrere Baustellen bevor? Es sind Fragen wie diese, die Ortsbürgermeister Christian Dalibor dazu veranlasst haben, zum Ortstermin zu bitten.

Vertreter der Straßenbaubehörde des Landes, des Wasserverbandes Gifhorn und der Stadt Wittingen leisteten der Einladung gestern Folge.

Das Ergebnis: Schon nächstes Jahr sollen wohl die Bagger rollen, damit die B 244 innerorts grundlegend erneuert wird. Doch alle Themen lassen sich 2020 noch nicht abarbeiten – so wird der Radwegbau an der Bundesstraße wohl noch nicht zum Paket gehören. Andererseits: Weil für den Radweg jeweils am Ortseingang Schluss ist, ist das ohnehin buchstäblich eine andere Baustelle.

Laut Henning Schwägermann, Fachbereichsleiter für Betrieb und Verkehr, plant man bei den Wolfenbütteler Straßenbauern einen „Vollausbau“ der Ortsdurchfahrt – 2020, wenn es nach seiner Behörde geht. Arbeiten an der Mischwasserkanalisation sollen dann möglichst zeitgleich stattfinden, mit dem Wasserverband Gifhorn will die Landesbehörde sich abstimmen. Von Vertretern des Wasserverbandes hieß es gestern, dass schon ein paar Erneuerungen, aber wohl keine allzu großen Dinge auf der Agenda stehen. Der Anschluss der Orte an die Wittinger Kläranlage, geplant für den Zeitkorridor 2022 bis 2029 (das IK berichtete), habe mit den Maßnahmen unterhalb der B 244-Fahrbahn nichts zu tun, hieß es.

Die Straßenbauer aus Wolfenbüttel wollen bei der Ortsdurchfahrt möglichst zügig handeln, denn insbesondere die scharfe Kurve auf Höhe des alten Gasthauses gilt als sehr marode. Für Schwägermann war die Frage interessant, ob denn parallel zum Ausbau der Fahrbahn auch Baumaßnahmen der Stadt an ihren Nebenanlagen wie Gehweg oder Straßenbeleuchtung geplant sind. Dazu, so hieß es gestern beim Ortstermin, gebe es bislang keinen politischen Beschluss.

Ob – wie aus dem Ort bereits gefordert – Tempo 30 auf Höhe des Kindergartens möglich sein wird, konnte Schwägermann nicht sagen: Dafür gebe es klare Vorgaben, und die Entscheidung liege beim Landkreis Gifhorn als Verkehrsbehörde.

Die Querungshilfe beim Kindergarten bleibt erhalten, an den beiden Ortsausgängen kommt je eine weitere hinzu. Geplant werden sie im Paket mit dem Radweg, das Planfeststellungsverfahren dafür läuft. Mit einem Missverständnis räumte Schwägermann auf: Die Querungshilfe sei eine Querungshilfe – und kein Mittel zur Verkehrsberuhigung. Letzteres fände Dalibor allerdings gar nicht so verkehrt, erst kürzlich seien bei einer Lasermessung wieder hohe Geschwindigkeiten bei der Ortsein- und -ausfahrt dokumentiert worden.

VON HOLGER BODEN

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