Tier voll roter Farbe

Ohrdorf: Sprüh-Attacke gegen Kater

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Kater Findus nach der Sprüh-Attacke: Auch der Kopf wurde erheblich von der roten Farbe getroffen.

Ohrdorf – Jürgen Heuke war kürzlich erschrocken, als er seinen Kater Findus auf dem Hof traf: Das Fell des Tieres war an vielen Stellen mit roter Farbe besprüht worden, Täter unbekannt.

Der Tierschutz Isenhagener Land sieht in solchen Vorfällen kein nebensächliches Delikt.

„Findus ist quicklebendig“, berichtet Heuke, „und die Farbe wächst sich langsam raus. Aber so etwas muss nicht sein.“ Der Ohrdorfer fragt sich, warum Zeitgenossen mit derartigen Maßnahmen auf Katzen reagieren, die durch ihr Revier streifen.

Die Vorsitzende des Tierschutzes Isenhagener Land, Petra Paeger, ordnet das Besprühen des Katers als eindeutige Tierquälerei ein. Das Tier versuche vermutlich instinktiv, die Farbe vom Fell zu lecken und laufe dabei Gefahr, Giftstoffe aufzunehmen. Und wenn Farbe in Augen oder Nase gerate, dann sei das „überhaupt nicht lustig“.

Paeger bedauert, dass den Verursacher – sofern man ihn überhaupt ermitteln könnte – nicht mehr als eine relativ geringe Geldstrafe treffen würde. „Diese Handlung gilt als Ordnungswidrigkeit.“ Weil Tiere vor dem Gesetz immer noch als „Sache“ eingestuft seien, werde das Besprühen eines Katers letztlich als Sachbeschädigung gewertet – zum Bedauern aller Tierfreunde.

VON HOLGER BODEN

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