Ohrdorf: Sanierung kommt

Bekommt ein neues Gesicht: das Ohrdorfer Feuerwehrgerätehaus.Archivfoto: Nolting

Ohrdorf/Wittingen - Von Holger Boden. Für das Ohrdorfer Feuerwehrgerätehaus stehen die Zeichen endgültig auf Sanierung plus Anbau. Ein Neubau, wie er zuletzt noch von der CDU, dem Ohrdorfer Ortsrat und der Feuerwehr gefordert worden war, ist damit nach inzwischen jahrelanger Diskussion endgültig vom Tisch.

Nach Angaben von Stadtbürgermeister Karl Ridder liegt mittlerweile die Baugenehmigung für das Sanierungsvorhaben vor. Der Startschuss soll noch in diesem Jahr fallen. Der mit der Stimmenmehrheit von SPD und FWG gefasste Beschluss sei nun von der Verwaltung auszuführen.

Bei den Neubau-Befürwortern war noch einmal Hoffnung aufgekeimt, als die Zahlen zum Schönewörder Feuerwehr-Neubau auf den Tisch kamen. Für knapp 300 000 Euro sollte dort ein neues Gerätehaus realisierbar sein – und warum sollte das in Ohrdorf nicht auch gehen? Hier standen in der bisherigen Diskussion geplante Sanierungskosten von rund 280 000 Euro einer Neubausumme von fast 380 000 Euro entgegen.

Nur 20 000 Euro mehr für einen Neubau – diese Gleichung hatte keinen Bestand, nachdem sich Ridder bei der Wesendorfer Samtgemeindeverwaltung über die Details informiert hatte. „Das Verhältnis passt nicht mehr, weil in Schönewörde noch Mehrkosten hinzukommen. Man würde außerdem Äpfel mit Birnen vergleichen.“

So wurden in Schönewörde die Kosten inzwischen auf 320 000 Euro nach oben korrigiert. Noch nicht enthalten ist in diesem Preis eine Klinkerfassade (25 000 Euro), wie sie in Ohrdorf vorgesehen ist. Zudem sei, so Ridder, „der eine oder andere Standard nicht dabei“.

Wesendorfs Bauamtsleiter René Weber bestätigt das: Durch vorher nicht einkalkulierte Bodenaufschüttungen seien Mehrkosten entstanden, zudem plane man mit „nach oben offenen Decken“. Nur in Funktionsräumen und im Sanitärbereich werden die Decken abgehängt. Aufs Verputzen von Wänden, so hat Ridder erfahren, soll ebenfalls verzichtet werden: „Vieles wird erst später gemacht.“ Laut Weber soll der Trockeninnenausbau von der Feuerwehr in Eigenleistung vorgenommen werden.

Ridder hat unter diesen Voraussetzungen aus der Stadtpolitik kein Signal mehr für eine mögliche Beschlussänderung erhalten. Der Sprecher der Mehrheitsgruppe, Hans-Heinrich Koch (SPD), bestätigt das: „Schönewörde wird weitaus teurer, als es mal in der Zeitung stand.“ Von daher halte man an einer Sanierung fest.

Bei der CDU hat sich laut Fraktionschef Walter Schulze an der grundsätzlichen Forderung nach einem Neubau nichts geändert: „Aus unserer Sicht wäre der zu bevorzugen, auch wenn es 20- bis 30 000 Euro teurer wird.“ Er sehe aber inzwischen keine Chance mehr, einen anderen Beschluss herbeizuführen: „Die Gruppe muss das jetzt so verantworten.“

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