Mit der Schließung des Bistros „Athen“ fehlt dem Ort ein Fixpunkt des Dorflebens

Ohrdorf hofft auf einen Gastwirt

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Ortsbürgermeister Christian Dalibor (r.) will erreichen, dass der gastronomische Betrieb im Ohrdorfer Bistro „Athen“ weitergeht. Thomas Hallmann von der Privatbrauerei Wittingen will versuchen, dabei mit Kontakten zu helfen.

Ohrdorf. Als Petros Tsitseklidis am 24. Mai verstarb, war das ein schwerer Tag für seine Familie – und auch ein Schock für ganz Ohrdorf. Denn der aus Griechenland stammende Gastwirt und sein Bistro „Athen“ waren einer der Fixpunkte im Dorfleben.

Jetzt steht der Ort ohne Gastronomie da – Ortsbürgermeister Christian Dalibor hofft, dass eine Lösung gefunden werden kann.

Denn das Bistro war für die Ohrdorfer nicht nur irgendein Restaurant. Für Stammtische, Ratssitzungen, Familienfeiern, Vereinstreffen und vieles mehr war das „Athen“ nicht wegzudenken. Für die Ohrdorfer war es die Dorfkneipe im besten Sinne.

Die Witwe des Gastwirts, Wula Tsitseklidou, will in Ohrdorf bleiben – den Betrieb in Eigenregie weiterführen möchte sie aber nicht: „Allein kann ich das nicht.“ Sollte aber eine Nachfolgelösung gefunden werden, dann kann sie sich vorstellen, ihre Erfahrung einzubringen, wenn das gewünscht ist. Mehr als 20 Jahren hat die 54-Jährige in dem Familienbetrieb mitgearbeitet und dabei zusammen mit ihrem Mann genau gelernt, worauf es für einen Gastwirt in Ohrdorf ankommt.

Dalibor hofft nun auf Kontinuität in dem langjährigen Anlaufpunkt am Dorfplatz: „Wir brauchen auch künftig einen engagierten Gastwirt, der sich ins Dorfleben einfügt.“ Auf der Suche nach Unterstützung hat der Ortsbürgermeister jetzt den Kontakt zur Privatbrauerei Wittingen gesucht, die in der Gastronomie über ein gutes Netzwerk verfügt. Gebietsrepräsentant Thomas Hallmann weiß, dass die Zeiten für die Gastronomie auf dem Dorf generell nicht leichter geworden sind, er sichert Dalibor aber gern Hilfe zu: „Es gibt immer wieder die Chance, dass sich jemand findet.“ Zumal das „Athen“, wie oben geschildert, bei den Ohrdorfern reichlich Rückhalt genießt. Und Dalibor hat zudem beobachtet, dass auch viele Auswärtige das Bistro besucht haben.

Von Holger Boden

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