„Ohne Gummistiefel geht nichts“

Die Verbindugnsgasse zwischen Goethestraße und Heuwiesenweg ist nach Regen komplett überflutet. Aufgrund des Ausbaus der Goethestraße wird der Weg zur Zeit intensiv genutzt.

Wittingen - Von André Pohlmann. Unter den Anwohnern der Goethestraße in Wittingen herrscht Unmut: Seit etwa vier Wochen laufen die Bauarbeiten zum Ausbau der Straße. Da die Gründstücke derweil mit dem Auto nicht erreichbar sind, stellen die Anlieger ihre Fahrzeuge am parallel verlaufenden Heuwiesenweg ab. Das Problem: Der ist nur über einen schmalen, nicht ausgebauten Weg erreichbar, über dessen gesamte Breite sich nach jedem Regen eine große Wasserlache erstreckt. „Ohne Gummistiefel geht da gar nichts“, sagt einer der Anwohner. Abhilfe sei ihnen auf Anfrage im Rathaus zwar zugesagt worden, doch auch nach mehr als einer Woche tat sich noch nichts.

„Der Auftrag an den Bauhof ist schon raus“, sagte Bauamtsleiter Albert Soltau gestern auf IK-Anfrage. Nur steht nach wie vor Wasser auf dem Weg. „Es hat wenig Sinn, Material in die Pfütze einzubringen“, erläutert Soltau. Geplant sei, dass Bauhof-Mitarbeiter den Weg, der in städtischem Eigentum steht, mit Mineralgemisch wieder passierbar zu machen. Ein Ausbau stehe nicht zur Diskussion. Die Gasse sei aufgrund des Ausbaus der Goethestraße zur Zeit stärker frequentiert, deshalb werde man ihn herrichten, damit er zumindest fußläufig passierbar bleibt.

Von Anwohnern wurde gegenüber dem IK sogar das Angebot geäußert, dass sie mithelfen würden, das Material auf dem Weg zu verteilen, um künftig trockenen Fußes zu ihren Autos zu kommen. Denn als Alternative Route, um zum Heuwiesenweg zu kommen, bleibt während der Bauzeit nur der Weg entlang der Goethestraße. Die stellt sich aufgrund des Ausbaus zur Zeit in voller Breite als Baustelle dar. Schon Fuß sei es schwierig, sich zwischen Baumaschinen, Sandhügeln und dem Baustellenbereich hindurchzulavieren. Mit dem Fahrrad komme man nicht mehr durch, sagen Anwohner.

Doch über die naturgemäß mit Unannehmlichkeiten verbundenen Bauarbeiten wollen sie sich keinesfalls beschweren. Auch die Mitarbeiter des ausführenden Bauunternehmens seien zuvorkommend und hilfsbereit, loben Anwohner im Gespräch mit dem IK.

Verständlich wird der Ärger der Anwohner, wenn man berücksichtigt, dass die ansonsten vermutlich wenig genutzte Gasse zwischen Goethestraße und Heuwiesenweg durch den Straßenausbau quasi zu einer Art Versorgungstrasse für die Anwohner geworden ist. „Sämtliche Einkäufe müssen zu Fuß über den Weg vom Auto zum Haus transportiert werden“, sagt ein Hausbesitzer aus der Goethestraße. Gerade für ältere Menschen, von denen es laut Anwohnern in der Goethestraße zahlreiche gibt, bedeutete dies einen beschwerlichen Weg. „Da muss schnell und unbürokratisch was passieren“, fordern die Anlieger.

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