Wittingen: Teilerfolg von Betreiber Schmid beim Bemühen um Zuschüsse

Noch Hoffnung fürs Kino

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Das Hobbit-Plakat ist noch von Teil zwei: Beim Wittinger Kino ist nach wie vor Sendepause, doch könnte der Betrieb irgendwann weitergehen, wenn genug Fördergelder fließen.

Wittingen. Vielleicht war „Fack ju Göhte“ doch noch nicht der Abspann. Vielleicht laufen irgendwann in Wittingen wieder Filme über die ganz große Mattscheibe. Vielleicht gibt es noch eine Zukunft für das Kino.

Besitzer Volker Schmid jedenfalls hat mit den Wittinger Lichtspielen noch nicht abgeschlossen – auch wenn der Vorführbetrieb nun seit gut einem Dreivierteljahr ruht. Die Komödie mit dem falschgeschriebenen Dichternamen im Titel war im März 2014 einer der letzten Filme, die am Wittinger Umweg gezeigt wurden.

Seitdem: nichts mehr. Schmid kann keine Filme mehr zeigen, weil es für die Kinos nur noch digitale Kopien gibt. Die guten alten Filmrollen sind endgültig beerdigt worden. „Es gibt keine mehr“, sagt Schmid, „alles eingestampft.“ Selbst von alten Filmen habe niemand mehr Rollen beiseite gelegt – die Lagerkosten wären zu hoch. Und es gäbe wohl auch keine Abnehmer mehr: „Die Kinos“, so Schmid, „haben ihre alte Technik ja auch auf den Müll geschmissen.“

Das Wittinger Kino ist für digitale Kopien nicht ausgerüstet – für Schmid wäre das eine Rieseninvestition. Doch die Option der Umrüstung hat er noch nicht ganz ad acta gelegt: „Ich bemühe mich darum, das wieder in Gang zu bringen.“ Zuschussanträge bei verschiedenen Kulturfonds hat Schmid, der auch das Gifhorner Kino betreibt, auf den Weg gebracht. Erfreulich: Ein erster Antrag ist inzwischen schon positiv beschieden worden.

Vielleicht folgen ja weitere. „Ich warte noch ab“, sagt Schmid nun. Nach einem Zeithorizont in seinen Planungen befragt, nennt er „den Herbst“. Wenn denn alles klappt.

Von Holger Boden

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