Nicht irgendein Vierbeiner ...

Die Grundschule Wittingen bekommt bald einen Schulhund

Elfie als Welpe: Wird die junge Golden-Retriever-Hündin der Schulhund der Wittinger Grundschule?
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Elfie als Welpe: Wird die junge Golden-Retriever-Hündin der Schulhund der Wittinger Grundschule?
  • Holger Boden
    vonHolger Boden
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Sogenannte Schulhunde soll sich im Unterricht positiv auf das Klassenklima auswirken. An der Wittinger Grundschule könnte es bald schon einen solchen Schulhund geben.

  • Ein Golden Retriever, zurzeit etwa ein Jahr alt, könnte der künftige Schulhund der Wittinger Grundschule werden.
  • Lehrerin Melanie Robben hat das Projekt in die Hand genommen.
  • Ein Schulhund soll sich im Unterricht positiv auf das Klassenklima, die Lernleistung und die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen auswirken.

Denn ein solcher ist dort fest eingeplant. Die Lehrerin Melanie Robben hat das Projekt in die Hand genommen.

Der Schulhund wird dann Robbens Hund sein. Allerdings ist ein Schulhund nicht irgendein Vierbeiner: Das Tier wird von dem Rostocker Verein zwei Jahre lang ausgebildet, die Schule bekommt ihn mit etwa zwei Jahren. Und Robben weiß: Sie nehmen dort nicht jeden Hund.

„Man testet dort zum Beispiel den Charakter des Tieres, und es wird auch schon mal in Schulen eingesetzt“, erzählt die Lehrerin. „Die Ausbildung ist sehr gut, und der Verein begleitet den Hund auch ein Leben lang.“

Ein Schulhund soll sich im Unterricht positiv auf das Klassenklima, die Lernleistung und die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen auswirken. Auf die Kinder soll er eine beruhigende Wirkung haben, für die Lehrer und die Schüler ist er eine Unterstützung, etwa bei motorischen Übungen für Schüler mit Förderbedarf. Selbst Zählspiele sollen mit solch einem Tier möglich sein. „Der Hund kann dabei helfen, Sozialverhalten und Rücksichtnahme einzuüben“, sagt Robben, die mit dem Tier in alle Klassen der Schule gehen will. „Die Inklusion profitiert“, sagt auch Astrid Ledwina von Reha-Assistenzhunde Deutschland. Sie glaubt, dass der Wittinger Schulhund in etwa einem Jahr der Schule zur Verfügung stehen dürfte.

Die Eltern der Schule sollen demnächst mit einem Schreiben über das Vorhaben informiert werden. Dazu gehört auch eine Anfrage hinsichtlich etwaiger Bedenken vonseiten der Erziehungsberechtigten, etwa für den Fall, dass ein Kind eine starke Allergie gegen Hundehaare hat.

Ein adäquat ausgebildeter Schulhund, dessen Werdegang vom Verein auch noch betreut wird, ist keine ganz billige Angelegenheit. Laut Robben wird das Projekt etwa 30.000 Euro kosten. Sie hofft, dass ein großer Teil der Kosten über Spenden abgedeckt werden kann. Dafür sollen dann auch Aktionen gestartet werden.

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