Heranführung an den Arbeitsmarkt: Projekt in Wittingen soll wieder anlaufen

Neustart für Flüchtlingswerkstatt

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Beim ersten Anlauf für die Flüchtlingswerkstatt in Wittingen standen für geflüchtete Frauen auch Näharbeiten auf dem Ausbildungsprogramm. 

Wittingen. Vier Monate lang war Pause – nun soll es bald weitergehen mit einer Werkstatt für Flüchtlinge in Wittingen.

Wie Stadtbürgermeister Karl Ridder kürzlich in der Sitzung des Stadtrates mitteilte, wird dieses Integrationsprojekt künftig unter der Ägide der Knesebecker Butting-Akademie laufen.

Der Landkreis Gifhorn hatte den Vertrag mit dem vorherigen Projektträger – der MSM Bildungs GmbH – Ende November beendet. „Fristgerecht“, wie es damals aus der Kreisverwaltung hieß (das IK berichtete). Zwischen Auftraggeber und Auftraggeber gab es offenkundig unterschiedliche Auffassungen über die Umsetzung des Konzepts der Spielzeugwerkstatt, die Flüchtlingen eine sinnvolle Beschäftigung bieten und sie an den Arbeitsmarkt heranführen sollte.

Einen konkreten Starttermin für die neue Werkstatt nennt der Landkreis auf IK-Anfrage noch nicht. Der Wittinger SPD-Ratsherr Artur Geiger, der in der Flüchtlingsbetreuung arbeitet, berichtete dem Stadtrat, dass nach seinen Informationen ein Start im Monat April vorgesehen sei.

Nach Angaben der Leiterin der Stabsstelle Integration des Landkreises Gifhorn, Audrey Grothe, liegt der Antrag für die Maßnahme derzeit zur finalen Prüfung bei der Bundesagentur für Arbeit. Mit einer Entscheidung sei zeitnah zu rechnen. Das Wittinger Projekt lief und läuft als Flüchtlingsintegrationsmaßnahme im Rahmen eines befristen Arbeitsmarktprogramms des Bundes und wird entsprechend von der Bundesagentur für Arbeit finanziert.

Laut Grothe sind für die Wittinger Werkstatt 40 Plätze beantragt. Schwerpunkte der dortigen Arbeit sollen Holzarbeiten, Kochen, Backen und die Verbesserung der Deutschkenntnisse sein, die Teilnehmer sollen an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Die gefertigten Holzprodukte, zum Beispiel Nistkästen, sollen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten zur Verfügung gestellt werden. Ob das Ganze wieder in dem ehemaligen IKK-Gebäude in der Spittastraße angesiedelt wird, kann nach Angaben der Kreisverwaltung noch nicht abschließend gesagt werden.

Von Holger Boden

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