Weitere Fluktuation bei Leerständen in Wittingen: Computerfachhandel Jupi Networks zieht an Gänsemarkt um

Neues Leben hinter alter Fassade

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Für Geschäftsführer Stefan Sitko und sein Team beginnt morgen eine neue Ära: Sein EDV-Fachgeschäft Jupi Networks öffnet in einer leerstehenden Immobilie am Gänsemarkt. Auch an der Langen Straße werden demnächst zwei Leerstände beseitigt.

Wittingen. Wer durch die Lange Straße in Wittingen geht, sieht einige Gebäude mit leeren Schaufenstern. Irgendwo in der äußersten Ecke, rechts oder links, steht ein weißes Schild mit der Aufschrift „Büro- oder Geschäftsräume zu vermieten“, zum Beispiel bei Hausnummer 8.

Und das ist kein Einzelfall.

Stefan Sitko sieht diese Entwicklung nicht so dramatisch. „Zwar hat sich die Stadt in den letzten Jahren in einem Tiefpunkt bewegt, aus dem sie aber langsam wieder heraussteuert“, meint der Geschäftsführer des EDV-Fachgeschäfts Jupi Networks. Einige kleine Geschäfte in der Wittinger Innenstadt würden sogar wieder mit Leben gefüllt, etwa der Phone-Shop gegenüber von Rönneberg oder das ehemalige Restaurant „La Vita“. „Dies ist ein positiver Trend in die richtige Richtung“, sagt Sitko.

Und in die wollen er und seine sieben Mitarbeiter gehen. Das Team zieht von der Langen Straße zum Gänsemarkt um und öffnet dort am morgigen Mittwoch ein EDV-Geschäft. Das sei laut Sitko ein historisches Haus von 1811 und eines der ältesten in Wittingen.

Die Räumlichkeiten am alten Standort an der Langen Straße 16 seien inzwischen viel zu klein. „Wir sind aus unseren aktuell 95 Quadratmetern herausgewachsen“, erklärt Sitko. Am neuen Standort stehe eine Verkaufsfläche von 300 Quadratmetern zur Verfügung. Zusätzlich befindet sich dort ein Lager- und Werkstattbereich, in dem Jupi Networks Geräte bearbeitet und repariert. Sitkos Mitarbeiter Christoph Schulze, der die Bereich Technik und Service abdeckt, begrüßt den Umzug: „Hier am alten Standort hatten wir ja kaum Platz.“ Er sieht auch ganz gute Chancen für Wittingens weitere Entwicklung. „Es kommen auch wieder neue Geschäfte hierher. Es verändert sich eben viel – es nicht so wie vor hundert Jahren.“ Schulze sieht zudem in der Veränderung eine Herausforderung, die man annehmen müsse. „Nur so kann man mit der Zeit gehen.“

Fluktuation herrscht aber auch in anderen Teilen der Innenstadt. Neu ist das Modeschmuck-Geschäft, das Madlen Stojanovic ab Ende August an der Langen Straße 29 betreiben wird (das IK berichtete). Es ist der erste Leerstand in Wittingen, den die Stadtverwaltung mit Hilfe einer Existenzgründer-Initiative in Zusammenarbeit mit dem CBM-Institut beseitigt hat. Der Mietvertrag für das Modeschmuck-Geschäft wurde vor kurzem unterzeichnet.

Zudem soll am 1. September im selben Gebäude die Gaststätte „Bei Scheppi“ eröffnet werden. Der Inhaber des Lokals, das sich derzeit noch an der Ecke Junkerstraße/Lange Straße befindet, bezieht das ehemalige Bistro „La Vita“. Auch ihm steht dort eine größere Fläche zur Verfügung. „Außerdem könnte ich einen Biergarten einrichten“, sagt er.

Von Volker Althoff

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