Ortsratssitzung: CDU will Bebauungsplan um Ortskern zu beleben

Ein neues Konzept für Knesebeck?

Die CDU will ein Entwicklungskonzept für den Ortskern.
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Die CDU will ein Entwicklungskonzept für den Ortskern.
  • VonSteffen Schmidt
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Knesebeck. Leerstände und „Schrottimmobilien“ hat die Knesebecker CDU zunehmend im Baubestand des Knese- becker Ortskerns ausgemacht. Und dieser negativen Entwicklung will die Partei nun entgegenwirken.

Wenn der Ortsrat morgen um 19 Uhr im Rathaus zusammenkommt, wird deshalb auch über einen Antrag der CDU beraten und entschieden, der die Aufstellung eines Entwicklungskonzeptes zur Belebung und Stärkung der Knesebecker Ortsmitte fordert.

Ziel dieser Maßnahme ist es laut Antrag, „die Attraktivität des Ortskerns nicht weiter absinken zu lassen“, denn dieser sei für die Einwohner und möglichen Neubürger „ein wichtiger Baustein der Lebensqualität“ und die „Visitenkarte“ des Ortes. Da für den Ortskern momentan keine städtebaulichen Vorgaben gelten, will die CDU, dass ein Entwicklungskonzept aufgestellt wird, damit die Politik aktiv auf die Gestaltung einwirken kann. Eine Möglichkeit, das Ortsbild aktiv zu gestalten, bestehe laut CDU ganz aktuell in der derzeit vorhandenen Freifläche des Grundstücks „Thunecke“. Durch Gespräche mit dem Eigentümer oder sogar einem Erwerb des Grundstücks durch die Stadt Wittingen könne erheblicher Einfluss auf das Ortsbild ausgeübt werden, heißt es im Antrag.

Als Plangebiet hat die CDU dabei den Bereich zwischen Schützenstraße im Westen, Kirchstraße und Burgstraße im Osten, Knesebach im Norden und Mittelstraße im Süden mit einer Ausbuchtung entlang der Bebauung der Lindenstraße bis zur Höhe des Zugangs zur Schule im Blick. Da sich in diesem Bereich diverse Leerstände sowie teilweise abgängige Gebäude und aktuell zudem eine große Freifläche in zentraler Lage befinden würde, sei es wichtig, eine geordnete Entwicklung sicherzustellen. Auch um zu vermeiden, dass durch „private Investitionen Tatsachen geschaffen werden“.

Als erster Schritt soll deshalb ein Bebauungsplan für den Ortskern aufgestellt werden, der gegebenenfalls zudem durch einen Erlass einer Veränderungssperre abgesichert werden soll. Danach solle dann das Entwicklungskonzept aufgestellt werden, bei dem sich auch die Bürger aktiv einbringen sollen. Teil des Antrags ist zudem die Forderung, dass die Verwaltung der Stadt Wittingen prüfen soll, ob etwaige Förderprogramme für das Vorhaben existieren.

Ein städtebauliches Entwicklungskonzept für Knesebeck könnte indes auch ohne Zustimmung für den CDU-Antrag bald in den Fokus rücken. Denn aktuell versucht die Stadt Wittingen, dass unter anderem der innerörtliche Versorgungsbereich Knesebecks in das Städteförderungsprogramm aufgenommen wird. Auch hierfür wäre später die Aufstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Einbeziehung der Bevölkerung notwendig. Auch diese Thematik steht am Mittwoch auf der Tagesordnung.

Von Steffen Schmidt

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