Neues Fahrzeug für den Oldtimer

Die Freiwillige Feuerwehr Radenbeck soll ein neues Fahrzeug vom Typ HLF 20/16 bekommen, und zwar im Jahre 2012.

Wittingen - Von André Pohlmann. Die Feuerwehren Radenbeck und Erpensen sollen in den kommenden Jahren neue Fahrzeuge bekommen. Außerdem sollen die Brandschützer in Erpensen ein neues Domizil bekommen. Was in der Feuerschutzkonzeption der Stadt Wittingen bereits längerfristig vorgesehen ist, wurde mit den einstimmig gefassten Empfehlungen des Feuerschutzausschusses am Mittwochabend konkreter.

Die Stützpunktwehr in Radenbeck mit ihren 45 aktiven Mitgliedern ist derzeit noch mit einem Löschgruppenfahrzeug (LF 8) ausgerüstet. Der Mercedes mit Baujahr 1982 ist zwar erst 24 000 Kilometer gefahren, doch seien Ersatzteile inzwischen schwer zu bekommen und Wartungskosten hoch, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Gern hätten die Radenbecker Brandschützer schon bald ein neues Fahrzeug. Der erst kürzlich ernannte stellvertretende Brandmeister Frank Kastenhuber hatte bereits recherchiert und stellte dem Ausschuss ein junges, gebrauchtes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20/16 vor, dass sich für die Anforderungen der Wehr ideal eigne und für 224 000 Euro zu haben sei, so Kastenhuber. Solchen Gebrauchtangeboten seien nicht lange am Markt verfügbar, ergänzte Stadtbrandmeister Heinrich Kruse. Zu einem schnellen Kauf mochte sich der Ausschuss aber nicht überreden lassen. Der Vorschlag der Verwaltung sehe vor, das Fahrzeug im kommenden Jahr auszuschreiben und die Anschaffungskosten per Verpflichtungsermächtigung in den Haushalt 2012 einzustellen. Schließlich sei das Fahrzeug erst kürzlich für die nächsten zwei Jahre vom TÜV abgenommen worden, sagte Bürgermeister Karl Ridder. Erst danach sollen die Radenbecker Brandschützer mit dem beantragten HLF 20/16 ausgestattet werden, eingeplant werden sollen dafür 300 000 Euro, so das Votum des Ausschusses. Der Vorschlag der Verwaltung, das kleinere und damit günstigere HLF 10/6 anzuschaffen, wurde im Ausschuss verworfen. Diese Vari-ante habe sich aufgrund der beschränkten Platz- und Lastreserven nicht bewährt, hieß es.

Ein Jahr länger, bis 2013, muss sich die Feuerwehr Erpensen bis zur Anschaffung eines neuen Fahrzeugs gedulden. Derzeit verfügt sie ebenfalls über ein LF 8, das laut Feuerschutzkonzeption mit einem gebrauchten Fahrzeug gleicher Art ersetzt werden sollte. Die Verwaltung hält ein einfaches Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die Feuerwehr mit erweiterter Grundausstattung für ausreichend und veranschlagt 60 000 Euro für die Neuanschaffung. Diese Summe wurde der Erpenser Wehr für ihr Fahrzeug zugesagt, doch billigte der Ausschuss gleichzeitig die Forderung der Feuerwehr, für das Geld statt eines neuen TSF ein gebrauchtes LF 8 in gutem Zustand anzuschaffen.

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